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Aus dem Landkreis Celler sollen trockenen Stollen nicht einfach wegwerfen
Celler Land Aus dem Landkreis Celler sollen trockenen Stollen nicht einfach wegwerfen
17:37 03.08.2018
In den USA erfreut sich der Stollen großer Beliebtheit. Sowohl als Speise als auch als Weitwurfmittel. Dabei bietet er sich für weitere Rezepte an.  Quelle: Sebastian Kahnert
Landkreis Celle

Zwar wird das schwere Hefeteiggebäck ganzjährig hergestellt, aber traditionellerweise in der Weihnachtszeit verspeist. An so einigen Stollen kann man sich mittlerweile die Zähne ausbeißen. Hart, trocken, kurzum der Stollen hat seine beste Zeit gesehen. Also wohin mit dem Gebäck? In den USA wird heute der „Tag-des-Stollen-Werfens“ gefeiert. Und damit ist tatsächlich das Werfen gemeint. Doch nicht in die Mülltonne. Bis zu 500 Stollen-Verrückte treffen sich zu einem großen Weitwurf-Spektakel in Manitou Springs im Bundesstaat Colorado, um gemeinsam den Früchtekuchen über ein großes Feld zu schleudern.

Im Celler Kreis hat sich das Stollen-Werfen noch nicht durchgesetzt – und das ist auch gut so. Abgesehen von der bestehenden Unfallgefahr, die von den fliegenden Kuchen ausgeht, gibt es viel nachhaltigere Möglichkeiten, die alten Stollen weiter zu verarbeiten. Anja Schepelmann, Vorsitzende der Landfrauen Eicklingen, empfiehlt, den trockenen Stollen klein zu hacken. „Als Schichtspeise lassen sich die Krümel wunderbar verwenden“, weiß die Landfrau zu berichten. Im Wechsel mit einer Quarkspeise kann der zerkleinerte Stollen in einem Glas dekorativ angerichtet werden. In Anlehnung an „Arme Ritter“ kennt die Wathlinger Landfrau Gudrun Sundermann das Rezept eines süßen Stollenauflaufs.

Dazu wird der Stollen in Scheiben geschnitten und in eine gefettete Form gelegt. Milch, Sahne und Ei miteinander verquirlen und das Gemisch über die Scheiben geben, mit einer Vanilleschote verfeinern und ziehen lassen. Bei 180 Grad Celsius kommt der Auflauf 20 Minuten in den Backofen. Versüßt wird der Auflauf mit Puderzucker. „Dazu kann gekochtes Obst gereicht werden“, ergänzt Sundermann.