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Aus dem Landkreis Duelle für Landtagswahl stehen fest
Celler Land Aus dem Landkreis Duelle für Landtagswahl stehen fest
16:33 07.06.2012
Von Simon Ziegler
Ostermann gratuliert Angermann. Quelle: Peter M¸ller
Landkreis Celle

Nach der Nominierung der CDU-Kandidaten für die Landtagswahl im Januar 2013 sind die heimischen Duelle um die Direktmandate klar. Thomas Adasch (CDU) wird gegen Annette von Pogrell (SPD) im Wahlkreis Celle-Hambühren-Wietze antreten. Im Wahlkreis Bergen heißt die Auseinandersetzung Ernst-Ingolf Angermann (CDU) gegen Maximilian Schmidt (SPD).

Angermann hatte am Mittwoch die Mehrheit der stimmberechtigten CDU-Mitglieder in der Congress Union hinter sich bringen können. 116 stimmten für den Langlinger Bürgermeister, 82 für Hartmut Ostermann, den Vorsitzenden des Kreissportbundes. Thomas Adasch, alleiniger Kandidat in seinem Wahlkreis, erhielt 83 von 90 Stimmen.

In seiner Bewerbungsrede hatte Angermann voll auf das Thema Ländlicher Raum gesetzt. Die Energiewende sei eine Chance für die Fläche und bringe positive Effekte für die kommunalen Haushalte, so der Landwirt. Er stellte sich hinter die vielerorts umstrittenen Biogasanlagen, betonte aber, dass es volkswirtschaftlich nicht vertretbar sei, weitere Ackerflächen für Energiepflanzen zur Verfügung zu stellen. Der 51-Jährige erwartet, dass Biogasbauern künftig weniger auf Mais und stattdessen vermehrt auf andere Pflanzen wie Zuckerrüben setzten. Zugleich appellierte er an die Opposition, Ruhe in die Schulpolitik zu bringen und keine neuen Gesamtschuldebatten aufzumachen. Die Grundschulen gehörten in die Orte, "da müssen sie auch bleiben".

Kämpferisch wurde der Langlinger, als er die bevorstehende Auseinandersetzung mit dem SPD-Kreisfraktionschef Schmidt um das Direktmandat ins Visier nahm. "Wir dürfen den Landkreis keinem jungen Mitbewerber überlassen, der oberflächlich auftritt", sagte Angermann, ohne Schmidt, 28, beim Namen zu nennen. Der Sozialdemokrat blieb gestern gelassen. "Ich begrüße Herrn Angermann im Bewerberfeld. Ich hoffe auf eine inhaltliche Auseinandersetzung. Wenn er sich persönlich an mir abarbeiten will, dann soll er das tun. Ich werde das nicht machen", sagte Schmidt.

Gegen Angermann hatte Ostermann am Mittwoch letztlich keine Chance, wenngleich gut 40 Prozent ein sehr achtbares Ergebnis ist. Der Dozent an der Polizeiakademie Nienburg gab sich als Law-and-Order-Mann. "Es kann nicht sein, dass sich jemand für Recht und Ordnung einsetzt und dann von irgendeinem Pöbel geschlagen und angespuckt wird", sagte er unter dem Applaus der CDU-Mitglieder und sprach sich für eine höhere Polizeidichte aus. Er hatte zudem dafür geworben, Handwerk, Gewerbe und Landwirtschaft zu stärken und die finanziellen Spielräume in den Kommunen zu erweitern.

Im Wahlkreis Celle wird es zu einer Wiederholung des Duells von 2008 kommen. Damals siegte Adasch mit 45,6 Prozent der Erststimmen. Von Pogrell bekam 32 Prozent. Adasch betonte in seiner Rede, dass die CDU-FDP-Landesregierung zu zahlreichen Erfolgen in seinem Wahlkreis beigetragen habe, etwa bei der Sanierung des Celler Schlosses, der Schlachthof-Ansiedlung in Wietze oder der Aufnahme von Hambühren I ins Dorferneuerungsprogramm.