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Aus dem Landkreis Es werde Licht im Celler Landkreis
Celler Land Aus dem Landkreis Es werde Licht im Celler Landkreis
17:38 04.08.2018
Quelle: Michael Schäfer
Landkreis Celle

Christian Schulze vom Tiefbauamt der Gemeinde Hambühren bezeichnet diese Technik als "energieeffiziente Form". Während in der Gemeinde Hambühren im vergangenen Jahr die Beleuchtung von 1 bis 4 Uhr ausgeschaltet wurde, sind seit Anfang des Jahres die Straßen durchgängig beleuchtet. Ein direkter Bezug zu den Vandalismusfällen und Brandanschlägen bestehe jedoch nicht. "Als der Antrag beschlossen wurde, galt es eine Antwort auf allgemeine Sicherheitsfragen und Prävention von Einbrüchen zu geben. Die akuten Straftaten waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt", so Bürgermeister Thomas Herbst. "Doch mit Stromkosten von 25.000 Euro im Jahr ist die durchgängige Beleuchtung ein erheblicher Kostenfaktor", sagt Schulze.

Anders sieht es in der Gemeinde Winsen aus: Hier gehen die Laternen um 23.30 Uhr aus und um 5.30 Uhr wieder an. An Kreuzungen und Einmündungen im Kernort wird jedoch für eine durchgängige Beleuchtung gesorgt.

Die Handhabung wird ebenso in der Gemeinde Eschede praktiziert. Besondere Gefahrenpunkte, wie die Celler, Uelzener und die Bahnhofstraße, werden durchgängig beleuchtet. In Habighorst, Höfer und Scharnhorst gelten jedoch längere Leuchtzeiten, hier werden die Lampen erst um 0.30 Uhr ausgeschaltet. Seit 2011 wurden in der Gemeinde die veralteten Leuchtmittel durch energiesparendere Modelle ausgetauscht, so Eicke Heinemann von der Gemeinde Eschede.

In den Samtgemeinden im Landkreis beschließt jeder Gemeinderat seine eigene Brenndauer für die Beleuchtung. Die Samtgemeinde sei dabei das ausführende Organ, die die technische Programmierung der Schaltstellen übernimmt, so Frank Korzonnek von der Samtgemeinde Flotwedel. Die Straßenbeleuchtung in den Gemeinden Langlingen, Wienhausen und Eicklingen ist von 1 bis 5 Uhr permanent ausgeschaltet. „Wenn größere Veranstaltungen geplant sind und der Bedarf an Licht erforderlich ist, ist eine Anpassung der Brenndauer möglich“, erklärt Korzonnek. In der Samtgemeinde Flotwedel bildet lediglich Bröckel eine Ausnahme. Hier besteht eine durchgängige Beleuchtung.

Unterschiedliche Schaltungszeiten liegen auch in der Stadt Bergen und den umliegenden Ortschaften vor. Schon allein für den Kernort Bergen bestehen drei unterschiedliche Schaltzeiten. Einige Leuchten werden bereits um 21 Uhr, andere um 1 Uhr ausgeschaltet und ausgewählte Straßenlaternen leuchten die ganze Nacht durch.

Für die Einstufung der Schaltzeit seien drei Parameter bestimmend, so Michael Sander von den Stadtwerken Bergen und erklärt: "Der Abstand der Leuchten, die Klassifikation der Straße und das Verkehrsaufkommen sind ausschlaggebend." Entscheidend sei dabei, ob es sich um eine Kreis-, Bundes- oder innerörtliche Straße handle. Seitens der Bürger bestehen keine Beschwerden über eine unzureichende Beleuchtung, jedoch einzelne Begehrlichkeiten über die Positionierung der Straßenlaternen. "Es tut uns leid, wenn die Straßenlaternen ins Schlafzimmer leuchten, aber wir müssen mit ausreichender Beleuchtung den öffentlichen Verkehr sichern", erläutert Sander.