Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Aus dem Landkreis Es wird immer teurer
Celler Land Aus dem Landkreis Es wird immer teurer
17:14 09.10.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Fast jede fünfte Kommune habe im laufenden Jahr ihren Satz für die auf Baugrundstücke erhobene Grundsteuer B angehoben; dabei sei sie im Vorjahr mit landesweit 1,34 Milliarden Euro schon die aufkommenstärkste Realsteuer gewesen. Ihr Aufkommen stieg seit dem Jahr 2000 im Schnitt um 2,63 Prozent. „Die Bürger stoßen bei den Belastungen durch Steuern und Abgaben an ihre Grenzen“, rügte der Landeschef des Bundes, Bernhard Zentgraf.

Der Trend, über Steuererhöhungen die Konsolidierung kommunaler Haushalte zu betreiben, setze sich ungemindert fort. Zentgraf forderte die Kommunen auf, ihre Ausgaben stärker zu begrenzen. Die Steuer ist ebenso wie die Gewerbesteuer eine wesentliche Einnahmequelle für Städte und Gemeinden und wird von ihnen selbst über die sogenannten Hebesätze festgelegt.

Der landesweite Trend lässt sich auch im Kreis Celle beobachten. Im Schnitt ist der Hebesatz der Grundsteuer B für Haus-, Grundstücks- und Wohnungseigentümer von 316 Prozentpunkten im Jahr 2000 auf inzwischen 425 Punkte gestiegen. Ein Ende der Belastung für die Bürger ist nicht in Sicht. Wenn die Kommunen Geld brauchen und Haushaltslöcher stopfen müssen, wird erfahrungsgemäß in vielen Städten und Gemeinden mit als erstes über eine Anhebung der Steuern diskutiert. „Ich kann einerseits den Bund der Steuerzahler verstehen“, sagte Kreisrat Gerald Höhl, „andererseits sehe ich den Bedarf in den Gemeinden, für die öffentlichen Einrichtungen Geld zur Verfügung zu haben.“

Celler Spitzenreiter bei der Grundsteuer B ist die Gemeinde Winsen. Dort hatte die Politik Anfang des Jahres entschieden, den Hebesatz auf 560 Punkte anzuheben. Hintergrund ist dort, dass die Straßenausbaubeiträge abgeschafft wurden. Straßensanierungen werden in Winsen stattdessen über die Grundsteuer finanziert.

Die Kommunen gehen insgesamt sehr unterschiedlich mit der Grundsteuer B um. In der Stadt Celle lag im Jahr 2000 der Hebesatz bei 410 Punkten, heute sind es 490. In Wathlingen waren es zur Jahrtausendwende 300 Punkte, heute sind es 500 – ein Plus von 66 Prozent. Nach Winsen hat Wathlingen den höchsten Satz im Kreis. Bürger müssen dort im Schnitt 520 Euro im Jahr für ein Einfamilienhaus zahlen.

Vergleichsweise gering ist die Belastung in Lachendorf. Der Hebesatz beträgt heute 380 Prozentpunkte, im Jahr 2000 waren es 320 Punkte. In Bergen, der zweiten Stadt im Kreisgebiet, stieg der Satz in diesem Zeitraum von 285 Punkten auf 400 Punkte.

Ähnlich sieht die Entwicklung bei der Grundsteuer A für Grundstücke der Landwirtschaft aus. Auch hier gab es nur eine Richtung – nach oben. Im Schnitt lag der Satz im Kreis Celle im Jahr 2000 bei 310 Punkten, heute sind es 428 Punkte.

Sie brechen aus und brechen ein, sie sind verfressen oder einfach nur bissig: Diese Tiere aus dem Landkreis Celle sind bekannt geworden, weil sie sich nicht benehmen wollen.

09.10.2018

Die FPD macht sich für ein Ende der umstrittenen Straßenbeiträge in Niedersachsen stark. Der Landtag wird wohl erst kommendes Jahr entscheiden.

Simon Ziegler 08.10.2018

Mehr Grundschulen im Landkreis Celle sollen in den Genuss des schnellen Internets kommen.

Carsten Richter 08.10.2018