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Aus dem Landkreis FDP und SPD im Celler Kreistag wollen Förderschulen retten
Celler Land Aus dem Landkreis FDP und SPD im Celler Kreistag wollen Förderschulen retten
16:42 06.03.2018
Der Betrieb an der Erich-Kästner-Schule in Garßen soll fortgeführt werden. Das fordert die Kreistags-FDP in ihrem Antrag. Quelle: Alex Sorokin (Archiv)
Celle-Landkreis

„Gerade die Förderbedarfe der Schüler an diesen Schulen können im normalen Schulbetrieb nicht erfüllt werden“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Jutta Krumbach in dem Antrag. Eine echte Inklusion sei in diesem Kontext nicht zu erreichen. Die inklusive Oberschule ermögliche nicht allen Kindern, ihren Bedürfnissen und Ansprüchen entsprechend zu lernen. Gründe dafür seien auch die desaströse Unterrichtsversorgung von durchschnittlich knapp 91 Prozent und eine sonderpädagogische Versorgung von unter 50 Prozent an den Oberschulen in Stadt und Landkreis Celle.

„Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Zuweisung der Förderschullehrer an Stammschulen beziehungsweise die Zuweisung der Schulbereiche noch gar nicht erfolgt. Bis zur Klärung einer Zuteilung der Sonderschulpädagogen sollte die Erich-Kästner-Schule auf jeden Fall erhalten bleiben“, sagt der schulpolitische Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion, Charles M. Sievers. „Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt nach wie vor nicht genug Förderschullehrer an den Schulen, darum muss die erfolgreiche Arbeit dieser Schulen fortgesetzt werden.“ Vorstellbar wäre, so Sievers, dass aufgrund des Verlustes ihrer Räumlichkeiten die Erich-Kästner-Schule an eine Oberschule angegliedert werde. Alternativ könnte eine Verlagerung in das freie Gebäude der ehemaligen Außenstelle der Oberschule Lachendorf in Eschede erfolgen. Die Celler FDP weist auf die am 27. Februar vom niedersächsischen Landtag beschlossene Schulgesetzänderung hin, wonach den Sekundarstufen der am 31. Juli dieses Jahres noch bestehenden Förderschulen Lernen ein befristeter Bestandsschutz bis 2028 zuerkannt werde.

Die SPD hat ihrerseits ebenfalls einen Eilantrag für die Kreistagssitzung am Mittwoch gestellt, mit dem sie den Erhalt des Schwerpunktes Lernen an der Pestalozzi-Schule deutlich länger – bis 2028 – erhalten will. Auch hierfür bildet das beschlossene neue Schulgesetz die Grundlage. Anders als die Liberalen habe man sich auf die Pestalozzi-Schule konzentriert, da sie die noch bestehenden Klassen aufnehme, erklärt Fraktionschef Mathias Pauls. Ende 2016 hatte der Kreisausschuss dafür votiert, dass diese Förderschule um den Schwerpunkt „Emotionale und Soziale Entwicklung“ erweitert wird.

Von der Möglichkeit, den Übergangszeitraum für den Bestand der Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen zu verlängern, wolle man "jetzt zügig Gebrauch machen", teilt die SPD-Fraktion mit. "Damit setzen wir auch einen Wunsch des Kreiselternrates um, der hierum gebeten hatte", so Pauls. Mit einer zügigen Entscheidung über die Verlängerung entstehe Planungssicherheit für die Lehrer, Schüler und Eltern. Daher werde die Initiative der SPD als Eilantrag gestellt, erklärt der Kreisvorsitzende Maximilian Schmidt.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt

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