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Aus dem Landkreis Für "Heideschleifen" läuft's rund
Celler Land Aus dem Landkreis Für "Heideschleifen" läuft's rund
17:25 28.09.2018
Von Carsten Richter
Entlang des Heidschnuckenwegs hat ein Planungsbüro vier Rundwanderwege ausgearbeitet. Quelle: Lüneburger Heide Gmbh
Celle

Ein weißes "H" auf dunklem Hintergrund: So ist der insgesamt 223 Kilometer lange Heidschnuckenweg vom Celler Schloss bis zum Bahnhof Hamburg-Neugraben-Fischbek gekennzeichnet. Nicht alle Ausflügler gehen jedoch den kompletten Fernwanderweg durch die Lüneburger Heide, sondern unternehmen Halbtages- und Tagestouren zwischen 5 und 20 Kilometern. Um den Bedarf von Tagestouristen zu decken, sollen entlang des Weges sogenannte "Heideschleifen" entstehen. Erste Ideen gab es bereits im vergangenen Jahr, nun nehmen die Planungen langsam Gestalt an.

Ursprünglich waren 19 Schleifen entlang der gesamten Strecke angedacht, nun gehen zwölf Kurzwanderwege in die weitere Planung, davon liegen vier Schleifen im Landkreis Celle. Dabei handelt es sich um Wanderwege rund um Müden (Länge: 13,7 Kilometer), den Wacholderwald bei Faßberg (4,5 Kilometer), Neuohe (11,8) und die Misselhorner Heide (8,3). Der Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus des Landkreises sowie der Kreisausschuss haben nun einer entsprechenden Vorlage zugestimmt, die Entscheidung trifft der Kreistag am 29. Oktober.

"Der Vorschlag wurde fraktionsübergreifend begrüßt", sagt Joachim Ehlers, stellvertretender Vorsitzender des Tourismusausschusses. "Damit der Landkreis Celle konkurrenzfähig bleibt, ist eine Anbindung thematischer Wege an den Heidschnuckenweg notwendig." Ehlers spricht von einer "Bereicherung für den Tourismus".

Im Kern geht es bei der Errichtung der "Heideschleifen" darum, keine neuen Wege zu bauen, sondern die vorhandenen zu nutzen und aufzuwerten. Die Tourismusregion Lüneburger Heide möchte den Besuchern einen Einblick in die vielfältigen Landschaften der Region geben. "Dadurch wird es den Gästen ermöglicht, mehrere Touren zu wandern und dennoch am gleichen Standort zu nächtigen", heißt es in der Vorlage.

Mit der Planung beauftragt ist das Büro für Wandertourismus von Hans-Georg Sievers aus dem baden-württembergischen Emmendingen. Die Ausarbeitung der Strecken ist in Abstimmung mit den Gemeinden und Kreisverwaltungen erfolgt. Für die Umsetzung der Heideschleifen im Landkreis Celle wurden insgesamt 57.000 Euro in den
Haushalt 2016, 2017 und 2018 eingestellt. Für die Planungsphase entfällt zudem ein Anteil von 12.000 Euro auf den Kreis, der Großteil wird gefördert durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Landes Niedersachsen.

Noch nicht in trockenen Tückern ist die geplante "Heideschleife" rund um Müden: Die Strecke führt über den Wietzer Berg, das Wietze-Tal und den Örtzepfad zurück in den idyllischen Heideort. Neben dem Beschluss durch den Kreistag hängt die Umsetzung auch von der Zustimmung durch die Eigentümer ab, da die Schleife auch über Privatgrundstücke verlaufen soll. "Das ist ein langwieriger Prozess. Noch haben wir nicht das Einverständnis aller Grundstückseigentümer", sagt Sievers. Die Gemeinde Faßberg möchte das Projekt realisieren und ist in Gesprächen mit den betroffenen Bürgern. Erfahrungsgemäß würden in aller Regel Alternativen gefunden und die Routen ein wenig verlegt.

Nicht mehr in der Planung ist die "Heideschleife" im Bereich des Kohlenbachs bei Altensalzkoth. Die Strecke sei nicht zertifizierungsfähig, heißt es im Untersuchungsbericht des Planungsbüros. Das Gebiet biete zu wenig naturnahe Strecken und Abwechslung.

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