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Aus dem Landkreis Gigaliner im Celler Land nur auf einer Route erlaubt
Celler Land Aus dem Landkreis Gigaliner im Celler Land nur auf einer Route erlaubt
18:51 03.08.2018
Auf der Wabco-Teststrecke bei Jeversen drehten die langen Brummis schon vor Jahren ihre Runden.  Quelle: Joachim Gries
Landkreis Celle

Bis zu 25,25 Meter lange Sattelzüge dürfen damit jetzt regulär auf den Straßen unterwegs sein. Doch die überlangen Fahrzeuge wird man im Celler Land nur selten sehen. Nur auf der B214 zwischen Wietze und der Autobahnauffahrt Schwarmstedt dürfen die Gigaliner nach Angaben von Bernd Janz, Leiter des Straßenverkehrsamts beim Landkreis Celle, fahren. Dort am Wietzer Ortseingang liegt der Großschlachthof Celler Land Frischgefügel, der ausschließlich über die Straße beliefert wird.

Eine „Verordnung über Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften für Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge“ des Bundesverkehrsministeriums regelt seit Ende 2011 die Modalitäten für den Einsatz der „Super-Brummis“. In einer Anlage sind die Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen aufgeführt, auf denen sie fahren dürfen. Die Anlage wurde mehrfach ergänzt, dadurch wurde das sogenannte „Positivnetz“ mit fast 11.600 Streckenkilometern dichter.

Insgesamt fünf verschiedene Fahrzeugkombinationen sind als Lang-Lkw unterwegs. Neben der Sattelzugmaschine mit Sattelanhänger (Typ 1) mit einer Gesamtlänge von bis zu 17,80 Metern sind noch vier weitere Kombinationen mit einer Gesamtlänge von bis zu 24 Metern (Typ 5 = Lastwagen mit einem Anhänger) oder Typ 2 bis Typ 4 mit bis zu 25,25 Metern Gesamtlänge unterwegs.

Während des Feldversuchs waren zuletzt 161 Lang-Lkw von 60 Unternehmen im Einsatz. Hauptargument ist, dass bei größeren Fahrzeugen weniger Lastwagen unterwegs sind und damit Emissionen eingespart werden.

Von Joachim Gries