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Aus dem Landkreis "Große Sorgen um Weidetierhaltung"
Celler Land Aus dem Landkreis "Große Sorgen um Weidetierhaltung"
11:17 21.09.2018
Von Christopher Menge
Henning Otte (Zweiter von links) informiert sich bei der Bürgerinitiative "Wolfsfreie Dörfer" und den Weidetierhaltern über das Thema Wolf. Quelle: Oliver Knoblich
Thören

Die Winser Aktivisten hatten zuvor Flyer und das Logo zur Verfügung gestellt. Das Thema Wolf betrifft immer mehr Regionen in Deutschland – das wurde auch am Donnerstagmittag bei einer Diskussion von Mitgliedern der BI und der Interessengemeinschaft der Weidetierhalter Nord/Ost Niedersachsen (WNoN) mit dem Celler CDU-Bundestagsabgeordneten Henning Otte im Dorfgemeinschafthaus Thören deutlich.

Edda Riedel von der Schäferberatung aus Schleswig-Holstein, die gerade in der Heide Urlaub macht, sagte in ihrem sehr emotionalen Vortrag, dass der Wolf den Schafhaltern den Todesstoß versetzen werde. Die Deich-Schafhaltung in Schleswig-Holstein stehe vor dem Aus. "Der Wolf ist nicht das Problem des Schäfers", sagte Hans-Heinrich Oetjen von WNoN dazu. "Wenn die Schäfer aufhören, wie sollen dann die Menschen durch die Deiche geschützt werden?" Genauso wie für Landschaftspflege in der Lüneburger Heide sind die Tiere für die Erhaltung der Deiche elementar.

Otte sagte, dass er die Gründung der BI begrüße. "Es darf nicht so weit kommen, dass wir erst, wenn kein Tier mehr auf der Weide steht, merken, dass der Wolf kein Gras frisst", sagte der Politiker, dessen Großvater einst in Misselhorn selbst eine eigene Heidschnuckenherde hütete. "Ich mache mir große Sorgen um die Weidetierhaltung und auch um die Wildtierbestände." Er befürchte, dass man bei der Wolfsproblematik nicht mehr Herr der Lage werde.

Explizit kritisiere er in diesem Zusammenhang Staatssekretär Jochen Flasbarth aus dem Bundesumweltministerium. Der langjährige Präsident des Naturschutzbundes Deutschland arbeite "ideologisch". Für Otte steht fest, dass nicht nur die "Schadwölfe" bejagt werden müssen, sondern der Bestand im Ganzen reduziert werden muss.

Das sahen in Thören alle so. Mit den Sorgen und Nöten der Anwesenden in den Ohren muss Otte das jetzt in die Politik hineintragen.

Nun geht die Arbeit für die neuen Kirchenvorstände richtig los: 86 Frauen und Männer aus den Gemeinden des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises haben sich gemeinsam fortgebildet.

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