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Aus dem Landkreis Heiße Diskussion über Klimaziele
Celler Land Aus dem Landkreis Heiße Diskussion über Klimaziele
16:52 24.02.2012
Landkreis Celle

Es eilt, wenn die Erderwärmung noch aufgehalten werden soll. Zu diesem Schluss kommen die Experten des Deutschen Klimarechenzentrums, nachdem sie eine große Studie mit einer Computersimulation abgeschlossen haben.

Die Diskussion im Umweltausschuss über klimapolitische Ziele für den Landkreis Celle hätte also nicht aktueller sein können. Den Anstoß dazu lieferte das Mitglied der Wählergemeinschaft Ulrich Kaiser. „Wir sollten uns mit der klimapolitischen Ausrichtung des Landkreises beschäftigen, eine Art Leitlinie für das künftige Handeln erarbeiten“, forderte Kaiser.

Grüne und SPD griffen diesen Vorschlag gleich auf und ließen sich auch von der Vorsitzenden Irene Rathe nicht davon abbringen. Sie hätte die Diskussion gerne abgewürgt und in die Fraktion verschoben. Die Verwaltung müsse außerdem zunächst Vorlagen erarbeiten.

Aber da lag der WG-Vorschlag nun mal auf dem Tisch. „Wir freuen uns über den politischen Aufbruch“, sagte Gerald Sommer (Grüne). Er bot eine gemeinsame Arbeit an und teilte inzwischen mit, dass das Thema bei der nächsten Fraktionssitzung besprochen werde. Rolf Meyer (SPD) begrüßte den Vorschlag ebenfalls. „Wenn man auf Verwaltungsvorlagen bei diesem Thema warten will, dann hat man Politik falsch verstanden“, sagte Meyer in Richtung der Ausschussvorsitzenden.

Der Hinweis, dass das Thema ja Teil des neuen Landschaftsrahmenplanes sei, wollte bei den Politikern auch nicht so recht fruchten. Denn die Erstellung des Plans dauert ja einige Zeit und das Thema Klima wäre dann so in sechs Jahren dran. „Wir sind gefordert und müssen Maßnahmen ergreifen“, sagte Ingolf Angermann (CDU) nach der Sitzung.

Was aber würde in einem solchem Konzept drinstehen? Auf jeden Fall eine Anleitung, wie die Gebäude des Landkreises Celle saniert werden. „Dazu gehören sowohl die Schulen wie auch die Behördengebäude genauso wie die Sporthallen“, so Gerald Sommer. Auch der Fuhrpark muss nach der Vorstellung des Grünen-Politikers unter die Lupe genommen und nach und nach auf Erdgas umgestellt werden. Rolf Meyer sieht das ähnlich und verweist auf Beispiele aus anderen Kommunen. „Die haben sich auch Leitziele gegeben, aber jedes Gebiet muss individuell betrachtet werden“, sagte Meyer und forderte daher eine detaillierte Betrachtung. Dabei geht es nicht nur um die Infrastruktur, sondern auch die Flächen. „Heide hat zum Beispiel einen ganz anderen ökologischen Nutzen als zum Beispiel landwirtschaftliche Flächen“, so Meyer. Wobei er betont, dass nicht der ganze Landkreis mit Heide bepflanzt werden soll.

Von Tore Harmening