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Aus dem Landkreis "Hochmotiviert, aber erschöpft"
Celler Land Aus dem Landkreis "Hochmotiviert, aber erschöpft"
22:51 24.09.2018
Von Carsten Richter
Die Lage entspannt sich, doch das Feuer ist noch nicht unter Kontrolle. Quelle: Lars Schröer
Celle

Es ist ein 24-Stunden-Betrieb, zu dem die freiwilligen Helfer der Kreisfeuerwehr Celle, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Technischen Hilfswerks (THW) aufgebrochen sind. Dementsprechend "hochmotiviert, aber erschöpft" seien die Ehrenamtlichen, sagt Kreisfeuerwehrsprecher Olaf Rebmann am frühen Montagabend. Insgesamt 131 Mitglieder von Kreisfeuerwehr und DRK sind derzeit bei der Bekämpfung des Moorbrandes auf einem Bundeswehrgelände im Emsland im Einsatz.

Seitdem die Helfer am Sonntagmorgen um 5 Uhr von Thören aus in die Nähe von Meppen aufgebrochen sind, besteht ihre Aufgabe darin, Löschwasser zu den Einsatzorten zu transportieren oder auch direkt bei der Brandbekämpfung zu helfen. Ein Zug sei schon am Montag wieder zurück nach Celle gefahren, sagt Rebmann, dafür sollen am Dienstagmittag drei weitere Züge aus Celle ins Emsland aufbrechen.

"Der Regen hat etwas gebracht", so Rebmann, "die Lage ist entspannter als noch Ende der vergangenen Woche". Dennoch: Zu hundert Prozent sei das Feuer, das am 3. September bei einem Waffentest der Bundeswehr ausgebrochen war, noch nicht unter Kontrolle. Die unterirdischen Glutnester zu löschen, sei deshalb so schwierig, weil es im Moor auch wasserundurchlässige Schichten gebe und man geeignete Stellen zum Löschen finden müsse, so ein Sprecher der Bundeswehr.

Bei ihrem Einsatz haben sich die Freiwilligen abgewechselt. So konnten sie zwischendurch mal zwei, drei Stunden Pause machen – mehr aber war nicht drin. Einsätze über mehrere Tage seien die Helfer gewohnt, sagt Rebmann, zum Beispiel durch die Hochwasserbekämpfung im vergangenen Jahr im Raum Hildesheim. "Die Dimension dieses Brandes aber ist bislang einmalig. Es sind so viele Hilfskräfte nötig, um einen Einsatz rund um die Uhr zu gewährleisten. Unsere Celler Helfer bilden nur einen kleinen Mosaikstein bei der Brandbekämpfung", erklärt Rebmann.

Zu den 131 Freiwilligen der Kreisfeuerwehr Celle gehören auch neun Helfer des DRK-Kreisverbandes. Sie stellen den Kranken- und Mannschaftstransport sicher und versorgen die übrigen Helfer in einer Feldküche mit Mahlzeiten. Für logistische Aufgaben sind außerdem fünf Einsatzkräfte des Celler THW vor Ort. "Noch ist unklar, wann die Helfer zurückkehren", sagt Thomas Pötzsch, der kommissarische Ortsbeauftragte des Celler THW. Das hängt vom Verlauf der Löscharbeiten ab.

Trotz Entspannung der Lage hebt der Landkreis Emsland den Katastrophenalarm noch nicht auf. Experten schließen nicht aus, dass es noch Monate dauern kann, bis der Schwelbrand gelöscht ist.

Umso höher ist der unermüdliche Einsatz der freiwilligen Helfer zu bewerten. Rebmann dankt aber nicht nur ihnen, sondern auch ihren jeweiligen Arbeitgebern, die ihnen die Hilfseinsätze ermöglicht haben.

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