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Aus dem Landkreis Inventur in den Ställen im Celler Land
Celler Land Aus dem Landkreis Inventur in den Ställen im Celler Land
15:46 03.08.2018
Landkreis Celle

Landwirte und Hobbyzüchter machen Inventur, um die aktuellen Tierbestände an die Niedersächsische Tierseuchenkasse zu melden. Davon abhängig ist die Beitragshöhe, die sie für ihre Tiere zahlen müssen.

Die aktuelle Vogelgrippe zeigt, dass ein Virus einen Tierbestand schnell infizieren kann. Muss er getötet werden, springt die Tierseuchenkasse ein und ersetzt einen Teil des entstandenen Schadens.

Erfreulich für die Tierhalter sei, dass die Beiträge für Rinder, Pferde und einige Geflügelarten gesenkt werden konnten, stellt der Landvolk-Pressedienst fest. Halter von Schweinen, Schafen und Ziegen müssten stabile Beiträge einplanen, bei Puten und Enten dagegen steige der Beitrag etwas an. So sind pro Hähnchen 2,74 Cent zu zahlen, für ein Rind 6,50 Euro. Wer nur wenige Tiere hält, muss bei Rindern, Pferden, Schweinen und Geflügel einen Mindestbetrag von 10 Euro zahlen, Halter von Ziegen und Schafen müssen mindestens 20 Euro zahlen. Stichtag für die Zählung in den Ställen war der 3. Januar.

Die Beitragskalkulation wird nach Angaben der Tierseuchenkasse stark durch steigende Kosten bei der Tierkörperbeseitigung sowie sinkende Zinseinnahmen beeinflusst. Bei den verschiedenen Tierarten spielten zudem spezielle Vorsorge oder andere spezifische Kosten wie Ohrmarken eine Rolle, sie flössen in die Beitragsberechnung mit ein.

In der Regel melden die Landwirte Höchstbestände, damit sie im Seuchen- oder Krankheitsfall den vollen Versicherungsschutz genießen. Die gemeldeten Zahlen sind daher nicht deckungsgleich mit den aktuell tatsächlich im Land gehaltenen Tieren. Zur Jahreswende lebten nach den Angaben der Tierseuchenkasse im Land 2,7 Millionen Rinder, 10,7 Millionen Schweine, 210.000 Pferde, 68 Millionen Masthähnchen und 25 Millionen Hühner.

2015 hatte die Tierseuchenkasse Haltern für Tierverluste insgesamt 7.432.069,42 Euro ausgezahlt.

Von Joachim Gries