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Aus dem Landkreis Linien teilweise eingestellt
Celler Land Aus dem Landkreis Linien teilweise eingestellt
02:50 09.08.2018
Gestrandete Busse am Gymnasium Lachendorf. Quelle: Timo Kastern
Landkreis Celle

Besonders der Ostkreis hatte gestern unter den eisglatten Straßen zu leiden, denn hier fielen die meisten Busverbindungen aus. Die Ortschaften Alvern, Ohe, Widdernhausen, Hünenburg und Salzmoor Marwede, Kragen, Lachendorf, Beedenbostel, Eschede, Eldingen, Ahnsbeck und Widdernhausen wurden zeitweise gar nicht oder nur eingeschränkt bedient. Im Westkreis wurden Wiekenberg nicht mehr angefahren. Im Ostkreis wurden drei Linien komplett gestrichen und eine weitere verkehrte nur eingeschränkt.

Die CeBus berichtete zudem davon, dass es auf fast allen Linien egal ob Stadt oder Kreis zu Verspätungen gekommen ist. Das wird auch für heute erwartet. Landkreis und CeBus gehen aber davon aus, dass sie an diesem Freitag einen normalen Fahrplan anbieten können weildie Wettervorhersagen etwas besser sind. Mit Behinderungen muss im Busverkehr aber weiter gerechnet werden. Wer Fragen dazu hat, kann sich an die Fahrdienstleitung unter s (05141) 487080 wenden.

●Schülerbeförderung: Problemem gab es gestern auch beim Transport zu den Schulen. Besonders in den Morgenstunden war die Beförderung schwierig. Sie war laut Kreis auf eine plötzlich eintretende Wetterverschlechterung zurückzuführen. Im Ostkreis wurden einige Ort gar nicht bedient, so dass die Schüler nicht zur Schulen kamen. Ab dem Vormittag stabilisierte sich die Situation dann aber zusehends.

„Alles geregelt, die Eltern sind informiert“, sagte gestern gegen 10.30 Uhr Hubertus Bühmann vom Gymnasium Lachendorf. Rund drei Viertel seiner Schüler waren zum Unterricht erschienen, danach stellte die CeBus wegen der Witterung auch den restlichen Busverkehr ein. Die Flotwedeler Schüler waren komplett vertreten, andere Busverbindungen im Ostkreis waren ausgefallen.

Zusammen mit dem Landkreis Celle, den anderen weiterführenden Schulen in Lachendorf und der CeBus wurde gestern Vormittag vereinbart, dass der Schülertransport nach der sechsten Schulstunde wieder aufgenommen und die Schüler in ihre Heimatorte zurückgebracht werden.

Auch für eine dramatische Verschlechterung der Wetterlage sieht Bühmann seine Schule gerüstet: „Wir haben genügend Matten in der Turnhalle“, meint er mit Blick auf mögliche Übernachtungsmöglichkeiten. Das Deutsche Rote Kreuz werde dann wohl mit Decken aushelfen.

Die seit einigen Wochen nachts am Gymnasium abgestellten Busse waren gestern Morgen nicht gestartet. Neuschnee und ein vereister Wendehammer waren der Grund. „Ich hoffe, dass bald die Straßenmeisterei kommt und räumt“, sagte Bühmann.

Im Sekretariat der Realschule Lachendorf klingelte am Donnerstagmorgen pausenlos das Telefon, weil Schüler oder Eltern die Schule informieren wollten, dass die Schulbusse nicht kamen. „Heute Morgen war es die Hölle“, sagte Schulleiterin Martina Backhaus. Von 460 Schülern seien kurz nach 8 Uhr 268 anwesend gewesen. Der Unterricht habe normal stattgefunden, lediglich in einer Klasse seien nur acht Schüler gewesen, sonst seien es über zehn gewesen.

Kaum Beeinträchtigungen gab es hingegen im Nord- und Westkreis bei der Schülerbeförderung. Eine Befürchtung, die per SMS am Christian-Gymnasium Hermannsburg verbreitet wurden, bestätigte sich nicht. Darin hatte es geheißen, die CeBus würde die Schülerbeförderung einstellen. Die Busse verkehrten aber nach Fahrplan ebenso wie an der benachbarten Haupt- und Realschule.

Ähnlich war die Lage in Westkreis und der Stadt Celle. Sowohl an der Grund-, Haupt- und Realschule in Wietze als auch am Hermann-Billung-Gymnasium in Celle lief die Schülerbeförderung ohne Probleme. An der Albrecht-Thaer-Schule in Altenhagen wurde nur der Bus nach Bergen abgesagt. Sonst lief auch dort alles normal.

Von Tore Harmening/Joachim Gries/Udo Genth