Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Aus dem Landkreis Mit Oskar und Paul auf Ochsentour durch den Landkreis Celle
Celler Land Aus dem Landkreis Mit Oskar und Paul auf Ochsentour durch den Landkreis Celle
18:26 11.04.2018
Von Carsten Richter
Jürgen Schlüter wird mit den Ochsen Oskar und Paul Ende Mai auch im Kreis Celle unterwegs sein.  Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle-Landkreis

Sie haben ganz besonders viel Zeit mitgebracht und werden an die ursprüngliche Bedeutung des Weges als Handelsstrecke erinnern: Oskar und Paul heißen sie, wiegen 900 und 950 Kilogramm und werden von ihrem Züchter und Eigentümer Jürgen Schlüter angeführt. Die beiden majestätischen Zugochsen transportieren Salz von Soltau nach Quedlinburg – und werden dabei auch fünf Tage lang von Bergen nach Bröckel unterwegs sein.

Veranstalter der Aktion ist der Soltauer Salzsiederverein, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert und sich aus diesem Grund etwas Besonderes überlegt hat. Hintergrund: Im Jahr 936 wurde Soltau, das damals noch Curtis Salta („Hof an der Salzaue“) hieß, von König Otto I. an das damalige Reichskirchenstift St. Servatius zu Quedlinburg verschenkt. In der Folge wurde Salz von Soltau nach Quedlinburg transportiert und dort benutzt, um Tierhäute haltbar zu machen und daraus Pergament für die Klosterbibliothek herzustellen.

„An diese historische Situation möchten wir mit dem Salztransport anknüpfen“, erklärt Wilfried Worch-Rohweder, der Vorsitzende des Salzsiedervereins. Start des Transportes ist am 22. Mai um 9 Uhr auf dem Hof der St. Johanniskirche in Soltau. Von dort geht es in 14 Tagesetappen nach Quedlinburg. Am 23. Mai wird der Ochsenkarren von Wietzendorf nach Bergen unterwegs sein. Rund fünf Stunden sind für diese Etappe vorgesehen. Weiter geht es tags darauf nach Sülze (etwa viereinhalb Stunden). Am 25. Mai wird das historische Gespann Groß Hehlen erreichen – rund vier Stunden dauert diese Etappe. Voraussichtlich sechs Stunden wird der Ochsenkarren am 26. Mai bis nach Altencelle brauchen. Diese Zeit ist am 27. Mai auch geplant für die Strecke nach Bröckel.

Die beiden Zwillingszugochsen Paul und Oskar gehören der vom Aussterben bedrohten Rinderrasse „Schwarzbuntes Niederungsvieh“ an. Mit seinem Vorhaben möchte der Verein Touristen, Familien, Schulklassen und weitere Interessierte miteinander verbinden. Deshalb ist die Teilnahme an einer oder mehreren Tagesetappen ausdrücklich erwünscht. Auf die größte geschlossene Teilnehmergruppe, so heißt es vom Veranstalter, wartet ein „außergewöhnlicher Preis“.

Genau am 24. April wird das neue H-Gas in das Leitungsnetz des Celler West- und Südkreises eingespeist. 17.564 Geräte müssen noch angepasst werden, damit sie das neue Gas optimal verarbeiten können, teilte die Pressesprecherrin der Celle-Uelzen Netz GmbH (CUN), Anke Ruhrmann, gestern auf Anfrage der Celleschen Zeitung mit.

Andreas Babel 09.04.2018

Diese eine Frage kennt Dr. Knut Schulz nur zu gut: „Wann wollen Sie eigentlich aufhören?“ Immer wieder fragen ihn Patienten danach. Der Facharzt für Innere Medizin ist in Unterlüß der Fels in der Brandung. Gefühlt war er eigentlich schon immer da. Genau genommen seit 34 Jahren. Damals hat er sich in der Gemeinde als Internist niedergelassen – und das ist er noch heute. Mit 75 Jahren.

Carsten Richter 06.04.2018

"Wir müssen Vollgas geben", sagte Wirtschafts-Professor Klemens Skibicki. Denn der Strukturwandel in Sachen Digitalisierung ist in vollem Gange. "Digitale Transformation: Unbedingt klotzen statt kleckern", hieß gestern sein Vortrag im neuen Kreistagssaal. Er warb eindringlich für eine gesamtwirtschaftliche Anstrengung, den Strukturwandel hinzubekommen – wie es in Celle geplant ist. "Das Neuland erobern sonst andere", sagte Skibicki in Anspielung auf ein Zitat von Angela Merkel. Die Kanzlerin hatte vor ein paar Jahren noch erklärt, das Internet sei "Neuland für uns alle".

Simon Ziegler 06.04.2018