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Aus dem Landkreis Naturschutz: Celler Landwirte warnen vor hohen Auflagen
Celler Land Aus dem Landkreis Naturschutz: Celler Landwirte warnen vor hohen Auflagen
16:19 06.07.2018
Von Simon Ziegler
In rund 20 Gebieten soll der Naturschutz – wie im Lünsholz bei Unterlüß – konkretisiert werden. Quelle: Oliver Knoblich
Landkreis Celle

Hintergrund sind Pläne der Europäischen Union für mehr Arten- und Pflanzenschutz, die vor Ort umgesetzt werden müssen. Das Vorhaben sorgte zum Beispiel an den Aschauteichen bei Eschede und rund um den Hüttenseepark in Meißendorf für Kopfzerbrechen. Anfang Juni teilte der Landkreis dann mit, dass man sich mit dem dortigen Sportverein über die weitere Nutzung des Hüttensees verständigt habe.

Beim Landkreis Celle liegt eine Liste mit knapp 20 Gebieten, in denen der Naturschutz konkretisiert werden soll. Das bedeutet die Umwandlung von FFH-Gebieten (Flora-Fauna-Habitat) in Landschaftsschutz- oder Naturschutzgebiete. Es geht zum Beispiel um einen Großteil der Aller, die Örtze mit Nebenbächen oder das Lünsholz bei Unterlüß. Ist der Schritt vollzogen, könnten in diesen Gebieten gewisse Aktivitäten eingeschränkt werden. Das heißt zum Beispiel: Flächen mit besonderen Pflanzen dürften nicht mehr betreten werden. In Naturschutzgebieten sind die Flächen außerhalb von Wegen tabu.

Landwirte und Waldbesitzer fordern jetzt die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiete. Diese Schutzgebietskategorie sei europarechtskonform sowie geeignet, die Ziele von Natura 2000 – ein Netz von Schutzgebieten in der EU – umzusetzen. "Wir brauchen keine Naturschutzgebiete mit Veränderungsverbot, Wegegebot, Leinenzwang, Extensivierungszwang und Bewirtschaftungsauflagen", heißt es in einer Pressemitteilung. Außerdem sollen die Schutzgebiete nicht "über die ursprünglich gemeldeten Grenzen" vergrößert werden. "Wir fordern die Eins-zu-eins-Umsetzung der EU-Vorgaben zu Natura 2000 und keinen Deut mehr." Das Betretungsrecht dürfe nicht eingeschränkt werden. "Die Gebiete müssen auch künftig für Erholungssuchende, Sportler, Hundehalter und Reiter frei zugänglich bleiben", so Landwirte und Waldbesitzer.

"Wir Landwirte haben Angst vor der Ausbreitung", sagte Alexander Burgdorf. Kommt die Afrikanische Schweinepest in Niedersachsen an, würde der Markt für Schweinefleisch über Nacht einbrechen. Wird das Virus in einem Stall nachgewiesen, muss der gesamte Bestand gekeult werden. Außerdem würden Schutzzonen eingerichtet. Ein Exportverbot und ein immenser wirtschaftlicher Schaden wären die Folge.

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Die Rückkehr des Wolfes hat in der vergangenen Woche den Deutschen Bundestag in Berlin beschäftigt. Die Regierungskoalition hatte einen Antrag auf die Tagesordnung gesetzt, der sich mit einem "bundesweit abgestimmten Wolfsmanagement" beschäftigt, gab der Celler CDU-Bundestagsabgeordnete Henning Otte bekannt. Es gehe insbesondere darum, Weidetiere besser zu schützen.

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Der Bau der unterirdischen Stromtrasse Suedlink mitten durch Großmoor ist noch immer nicht vom Tisch. Am Mittwoch stellte der Betreiber in der Celler Congress Union den aktuellen Planungsstand des gigantischen Energiewende-Projekts vor. Demnach hat der Protest aus Adelheidsdorf bisher nicht gefruchtet, eine der Varianten sieht weiterhin den Verlauf zwischen Theater- und Zwillingstraße in Großmoor vor.

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