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Aus dem Landkreis Nebenbäche der Örtze bei Müden trocknen aus
Celler Land Aus dem Landkreis Nebenbäche der Örtze bei Müden trocknen aus
22:03 04.05.2015
Im schmalen Bett des Reinkenbaches liegt ständig auf natürlichem Wege hineingefallenes Holz, Kinder haben es somit leicht, hier regelrechte "Staudämme" anzulegen. Quelle: Udo Genth
Müden Örtze

Die ASG will die Pflege dieser Bäche gerne im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitübernehmen. Die Angler nutzen sie, um Forellennachwuchs auszubrüten. „Weil die Wasserstände niedrig sind und die Bäche teilweise trockenfallen, gehen dort keine Schadfische rein”, sagt Kreuziger. So können sich die kleinen Fische ungestört entwickeln.

Die Angler sehen für die kleinen Bäche allerdings noch ein anderes Problem: Kinder errichten gerne an diesen kleinen Gewässern Staudämme. „Darin sammeln sich Blätter. Wenn die Fische da reinschwimmen, ersticken sie”, so der ASG-Vorsitzende. Besonders schwierig sei die Situation am Reinkenbach an der Jugendherberge. „Dass Kinder, wenn sie Wasser sehen, so etwas machen, ist klar. Es wäre aber wichtig, dass das Aufsichtspersonal der Gruppen hinterher dafür sorgt, dass die Dämme wieder abgerissen werden”, sagt Kreuziger.

Herbergsvater Mathias Mann betont, dass jede Gruppe darauf hingewiesen wird. „Letztlich können wir aber auch nicht ständig kontrollieren, und es gibt ja auch Kinder, die dort spielen, die nicht von der Jugendherberge kommen”, sagt Mann.

Für den Landkreis sind die ausgetrockneten Bäche kein Problem: „Die genannten Gewässer fallen seit jeher in unregelmäßigen Abständen trocken“, sagte Landkreissprecherin Yvonne Jacobi. Eine eindeutige Ursache für dieses Phänomen sei nicht bekannt. Ursachen dafür können möglicherweise der Klimawandel mit einer Verschiebung und Verstärkung der Regenereignisse in die Wintermonate sein sowie länger anhaltenden Trockenperioden im Sommer.

Von Tore Harmening