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Aus dem Landkreis Neue Regelung für Celler Oberschulen bringt Schülerzahlen durcheinander
Celler Land Aus dem Landkreis Neue Regelung für Celler Oberschulen bringt Schülerzahlen durcheinander
18:59 10.06.2018
Von Simon Ziegler
Education - Pupils at primary or elementary school doing their homework or having a school test Quelle: Kzenon - stock.adobe.com
Landkreis Celle

Der Celler Kreistag hatte im Dezember des vergangenen Jahres die Einführung von Oberschulbezirken ab August 2018 beschlossen. Damit wird den Schulen ein fester Bezirk zugeordnet. Einzugsgebiet der Oberschule in Eicklingen ist die Samtgemeinde Flotwedel. Die Oberschule in Lachendorf besuchen Kinder aus Lachendorf und Eschede.

Wer in der Samtgemeinde Wathlingen wohnt, muss die Oberschule in Wathlingen besuchen. Das Einzugsgebiet der Schule im Allertal umfasst Winsen, Wietze und Hambühren. Die Celler können sich aussuchen, ob sie die Oberschule in Westercelle oder in der Heese besuchen. Nur für Bergen und Hermannsburg gilt die neue Satzung nicht. Hintergrund ist, dass die Anne-Frank-Schule nicht alle Schüler aus Bergen aufnehmen kann.

Ziel des Landkreises Celle ist es, die Schülerströme besser zu steuern. In der Vergangenheit gab es zum Beispiel „Abwanderungsbewegungen“ aus Wathlingen nach Westercelle, wie Kreisschulamtsleiter Reinhard Toboll ausführt. Dem wird nun Einhalt geboten. Wurden vergangenes Jahr in Wathlingen noch 46 Fünftklässler angemeldet, sind es jetzt 81. Das hat direkte Konsequenzen für die Oberschule im Flotwedel. Dort sinken die Anmeldezahlen von 55 auf 43. Die Oberschule in Wathlingen profitiert zudem davon, dass mehr Schüler aus dem Uetzer Raum angemeldet wurden, wie Bürgermeister Torsten Harms erläutert.

Der Landkreis weist darauf hin, dass es vorläufige Zahlen sind, die sich noch leicht verändern können. Auffällig ist auch, dass die Anmeldezahlen in Lachendorf deutlich zurückgegangen sind – von 102 auf 65. Das dürfte auch an einem schwachen Geburtenjahrgang in Lachendorf und Eschede liegen, vermutet Toboll. Dort gibt es derzeit 155 Viertklässler, im Vorjahr waren es noch 184.

Nach den aktuellen Zahlen verliert auch die größte Oberschule im Kreis Celle leicht. An der Schule im Allertal in Winsen haben sich bis Ende Mai 103 Fünftklässler angemeldet, ein Jahr zuvor waren es 122. Ein Erklärungsansatz ist die Konkurrenz durch die Gesamtschulen in Schwarmstedt und Celle. Der Winser Schulleiter Bodo Theel rechnet hingegen mit einer ähnlichen Zahl wie vergangenes Jahr. Es gebe täglich Rückläufer, sagt er. Eltern aus dem Westkreis, deren Kinder etwa an der KGS Schwarmstedt eine Absage erhalten haben, würden sich danach an der Winser Oberschule anmelden. „Wir werden nächstes Jahr wieder sieben fünfte Klassen haben“, ist sich Theel sicher.

Nicht nur die neuen Schulbezirke wirken sich auf die Anmeldezahlen an den Oberschulen aus. Im zweiten Jahr in Folge gibt es jetzt keine Schulempfehlungen an den Grundschulen mehr. Das bedeutet: Eltern wird nicht geraten, an welcher weiterführenden Schule sie ihr Kind nach dem Leistungsvermögen unterbringen sollen. Die Folge: Immer mehr Schüler wählen Gymnasien an – auf Kosten der Oberschulen.

Sie waren titelgebend, glänzten aber durch Abwesenheit: Die Messe „Aktiv und informiert mit 50 plus“ fand am Samstag im Kreistagssaal ohne die „Best Ager“ zwischen 50 und 60 Jahren statt. Ohnehin war die Resonanz auf die zum ersten Mal vom Landkreis ausgerichtete Informations- und Mitmach-Börse für Menschen in der zweiten Lebenshälfte gering.

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