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Aus dem Landkreis Eine Million Euro an Leader-Mitteln fließen
Celler Land Aus dem Landkreis Eine Million Euro an Leader-Mitteln fließen
18:22 06.01.2019
Von Christopher Menge
Treppenspeicher in Lutterloh erstrahl im neuen Glanz. Quelle: David Borghoff
Celle

Tante Hanna in Müden, der Treppenspeicher in Lutterloh oder der Weg des Friedens und der Internationalität in Bergen – all diese Projekte wurden beziehungsweise werden mithilfe von Leader-Mitteln finanziert.

„Die Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden Bergen, Faßberg, Munster, Südheide und Wietzendorf ist für die Entwicklung der Region sehr wichtig“, sagt Bergens Bürgermeister Rainer Prokop, der Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Oberes Örtzetal ist. Die Projekte würden das Obere Örtzetal in den fünf Themenbereichen Tourismus und Kulturlandschaft, Innenentwicklung und Wohnen, Versorgung und Mobilität, Generationen und Bildung sowie Energie und regionale Wirtschaft stärken.

116.000 Euro für Treppenspeicher

„Von der ersten Idee bis hin zum erfolgreichen Abschluss ist es oft ein langer Weg, der auch mal mit Stolpersteinen gespickt sein kann. Mit Überzeugung zum Projekt können die kleinen Hürden jedoch schnell überwunden werden“, berichtet Katharina Ebeling, Bauamtsleiterin der Gemeinde Südheide. Sie war verantwortlich für das Projekt „Instandsetzung des Treppenspeichers Lutterloh“. Rund 116.000 Euro Leader-Mittel sind hierfür an die Gemeinde geflossen. Für das „Multimedia-Projekt Vogelwelt im Treppenspeicher Lutterloh“, das derzeit vorbereitet wird, sind bereits weitere 35.000 Euro bewilligt.

„Für insgesamt 14 Projekte aus den drei Kommunen im Landkreis Celle hat die LAG Mittel freigegeben“, sagt Karen Dörrer von der Kommunikativen Stadt- und Regionalentwicklung. Die Gemeinde Südheide habe neben dem Geld für den Treppenspeicher noch rund 17.000 Euro für die Optimierung des Postweges erhalten. Für die Errichtung eines Soccerparks in Unterlüß stehen zudem 19.500 Euro zur Verfügung.

Geld für Pilgerkirche

Mit der „Pilgerkirche Hermannsburg“ der Sankt-Peter-Paul Kirchengemeinde (rund 20.000 Euro), der „Aufwertung des historischen Hauptgebäudes in der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg“ (88.000 Euro) und dem Projekt „HeideLandGenuss“ im evangelischen Bildungszentrum Hermannsburg (rund 150.000 Euro) sind für drei weitere Projekt in der Südheide Gelder zur Verfügung gestellt worden, die allerdings in privater Projektträgerschaft sind.

Zwei Projekte im Müden

„Die Gemeinde Faßberg setzt zurzeit zwei Projekte mit rund 171.000 Euro Leader-Mitteln um“, fährt Dörrer fort. Für den „Dorfladen Tanta Hanna“ stehen rund 165.000 Euro bereit und für eine „Machbarkeitsstudie für die Naturentwicklung am Örtze-Eck in Müden“ erhält der Förderkreis Natur-Heimat Müden rund 6000 Euro.

Friedensweg in Bergen eingeweiht

In der Stadt Bergen wurde bisher ein Projekt umgesetzt. Der „Weg des Friedens und der Internationalität“ wurde dank Fördermitteln in Höhe von 123.500 Euro eröffnet. „Für vier weitere Projekte stehen der Stadt rund 300.000 Euro Leader-Mittel zur Verfügung“, sagt Dörrer. 24.000 Euro für den „Wanderparkplatz am Heinrich-Eggers-Aussichtsturm in Wardböhmen“, 183.000 Euro für die Örtzebrücke bei Feuerschützenborstel“, 62.000 Euro für die „Liekenwoagenschüün in Eversen“ (rund 62.000 Euro) und 31.500 Euro für die „Aufwertung des Bootsanlegeplatzes in Eversen“ stehen bereit.

Förderperiode läuft bis 2020

„Mit Umsetzung aller Projekte würden etwas über eine Million Euro des gesamten Leader-Budgets des Kulturraum Oberes Örtzetal von 1,8 Millionen Euro in die drei Celler Kommunen fließen“, sagt Dörrer. Bis zum Ende der EU-Förderperiode im Jahr 2020 seien jedoch noch Leader-Mittel vorhanden. „Wieviel Geld tatsächlich in den nächsten Jahren noch zur Verfügung steht, hängt allerdings maßgeblich davon ab, wie schnell die beschlossenen Leader-Projekte beim Amt für regionale Landesentwicklung beantragt und tatsächlich realisiert werden und wie viele Mittelrückflüsse es dann gibt.“ Genau sei die Zahl, die in der zweiten Hälfte der Förderperiode zur Verfügung steht, also nicht bezifferbar. Zudem muss der Antragsteller auch immer Eigenmittel einbringen.

Volker Nickel, Vorsitzender des Förderkreises Natur-Heimat, würde aber gerne auch weiterhin auf Leader-Mittel zurückgreifen. „Die Erfahrungen mit Leader
sind durchweg positiv“, so Nickel.

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