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Aus dem Landkreis Pendler im Landkreis Celle sollen entlastet werden
Celler Land Aus dem Landkreis Pendler im Landkreis Celle sollen entlastet werden
01:16 04.08.2018
Von Christopher Menge
Pendler sollen ab 1. April 2018 aus dem Landkeis Celle billiger nach Hannover und zurück kommen. Quelle: Michael Schäfer
Celle-Landkreis

Schließlich ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Verzögerungen gekommen. Auch die derzeitigen Verhandlungen zwischen GVH und einigen Verkehrsbetrieben ziehen sich erneut in die Länge. Das sagte Landkreis-Sprecher Tore Harmening auf CZ-Anfrage. Die Politik hat die Kreisverwaltung im Zuge der Haushaltsberatungen daher nun beauftragt, zu prüfen, inwiefern die Pendler entlastet werden können, wenn der GVH nicht zum 1. April eingeführt wird.

Ab wann man mit einem GVH-Tagesticket von Celle, Eschede und Unterlüß nach Hannover kommt, steht ohnehin weiterhin in den Sternen. Das sagte Landkreis-Amtsleiter Reinhard Toboll. Die Kreisverwaltung habe darauf leider keinen Einfluss.

"Der Landkreis Celle hat alle notwendigen Beschlüsse getroffen und Mittel bereitgestellt, um am GVH voll teilzunehmen", sagte Harmening. "Im Kern der derzeitigen Verhandlungen zwischen einigen Verkehrsbetrieben und dem GVH geht es um Nachforderungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen an den GVH, die aber in Bezug zu den Ausgleichzahlungen der Landkreise stehen." Dabei gehe es um rund 4,4 Millionen Euro – mehr als das Doppelte von dem, was ursprünglich vereinbart worden war.

Laut Harmening habe der GVH aber signalisiert, dass zumindest Zeitkarten für Eschede und Unterlüß zum 1. April eingeführt werden können. Wenn das nicht klappen sollte, sei die Verwaltung von der Kreispolitik beauftragt, Alternativen zu prüfen. Möglich sei zum Beispiel ein Modell eines Tarifausgleichs an Pendler aus Eschede und Unterlüß.

Im Vorfeld der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus des Kreistages in der vergangenen Woche, bei der der Auftrag an die Kreisverwaltung gefasst wurde, hatte die CDU-Fraktion einen Antrag gestellt. Demnach sollte übergangsweise ein Teilbetrag von 150.000 Euro, die im Haushalt 2018 für den Anschluss an den GVH eingeplant sind, für die Erstattung des Unterschiedsbetrages zwischen dem vorgesehenen GVH-Tarif und den derzeitigen Tarifkosten für Zeitkarten von den Bahnhöfen Unterlüß und Eschede verwendet werden. Dies solle gelten, wenn ein Anschluss an den GVH nicht zum 1. April erfolgt.

"Der Landkreis Celle wartet nun seit Jahren auf den Anschluss an den Großraumverband Hannover. Immer gibt es neue Probleme in den Verhandlungen, sodass ein Anschlusstermin immer wieder verschoben wird", begründete der CDU-Fraktionsvorsitzende Torsten Harms. Den 1. April würde seine Fraktion akzeptieren, eine weitere Verzögerung sei aber nicht hinnehmbar. Für diesen Fall soll den etwa 80 Zeitkarteninhabern, die von den Bahnhöfen Unterlüß und Eschede nach Hannover fahren, der Unterschiedsbetrag erstattet werden. "Damit wäre finanziell das Ziel einer vergünstigten Fahrkarte erreicht", so Harms. Im Rahmen der anstehenden Verhandlung solle die Kreisverwaltung mit den Verkehrsträgern außerdem erörtern, ob in Hannover die Nutzung des Stadtverkehrs möglich sei. Fortsetzung folgt ...