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Aus dem Landkreis Pilotprojekt bei Schülertransfer
Celler Land Aus dem Landkreis Pilotprojekt bei Schülertransfer
08:04 09.11.2018
Von Carsten Richter
Vom 1. November 2019 bis 31. März 2020 gilt das Pilotprojekt. Noch muss der Kreistag zustimmen. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

Bei Eis, Schnee und Dunkelheit sollen mehr Schüler sicher zum Unterricht kommen. Nach langer Diskussion hat sich der Schul- und Kulturausschuss des Landkreises am Mittwoch auf eine probeweise Senkung der Mindestentfernung geeinigt. Vorausgegangen war ein Antrag des Celler Kreiselternrates. Dieser hatte einen Anspruch auf Beförderung in den Wintermonaten gestellt, wenn erstens die Schüler nicht beleuchtete Wege an vielbefahrenen Straßen nutzen müssen, wenn zweitens die Schulwege nicht geräumt oder gestreut werden oder wenn drittens die Wege unübersichtlich sind, also etwa durch bewaldetes Gebiet führen. Außerdem sollten innerhalb einer Ortschaft alle Schüler einen Beförderungsanspruch haben – egal ob sie die festgelegte Mindestentfernung über- oder unterschreiten.

Der Ausschuss hat nun einstimmig empfohlen: Die nach Klassenstufen gestaffelte Mindestentfernung soll im Zeitraum vom 1. November 2019 bis 31. März 2020 um jeweils einen Kilometer gesenkt werden. Ob die Satzung tatsächlich entsprechend geändert wird, obliegt dem Kreistag, der das nächste Mal am 20. Dezember zusammenkommt.

Ronald Bahr ist mit dem nun erzielten Kompromiss und der zeitlichen Befristung einverstanden. "Das ist eine gute Empfehlung. Wir können dadurch sehen, ob das Angebot angenommen wird", sagt der Vorsitzende des Kreiselternrates auf CZ-Nachfrage. Wenn pauschal allen Schülern Fahrkarten gegeben würden, wäre das deutlich teurer, so Bahr.

Welche Mehrkosten dem Landkreis durch Änderungen in der Schülerbeförderung entstehen, lässt sich nach Angaben von Sprecher Tore Harmening schwer abschätzen. CeBus-Geschäftsführer Bernward Franzky spricht von "umfangreichen Planungen", die eine Senkung der Mindestentfernung zur Folge hätte. Gleichwohl betont er: "Für die betroffenen Schüler würde das eine Verbesserung und mehr Komfort bedeuten. Zu einer Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Nahverkehrs möchten wir beitragen." Kritik übt er hingegen an der Beschränkung auf fünf Monate. "Das ist nicht zielführend. Unsere Busse müssen wir schließlich ganzjährig unterhalten", sagt Franzky. Außerdem sei es schwieriger, Fahrer für einen kurzen Zeitraum zu finden.

Maximilian Schmidt (SPD) hofft, dass der Kreistag der Empfehlung des Ausschusses folgt. Seit Jahren setzen sich die Sozialdemokraten für eine Senkung der Mindestentfernung ein. Im Kreisausschuss will er außerdem beantragen, dass die Grenzen für die Schülerbeförderung künftig nicht mehr mitten durch die Ortschaften laufen – auch diese Änderung stand im Antrag des Kreiselternrates.

Susanne Führer (CDU) erklärt, ihre Partei sei immer vorsichtig gewesen bei dem Thema, da die Mehrkosten ohnehin die Bürger zahlen müssten. Mit dem Pilotprojekt aber ist sie einverstanden. Es werde sich zeigen, wie viel Busse mehr eingesetzt werden, was es kostet und wie groß die tatsächliche Nachfrage ist.

Im Winter sollen mehr Kinder und Jugendliche Anspruch auf eine Beförderung zur Schule haben. Dieser Antrag des Kreiselternrates ist ein Thema im Schul- und Kulturausschuss des Landkreises am Mittwoch.

Carsten Richter 06.11.2018

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