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Aus dem Landkreis Plus bei Übernachtungen: Mehr Gäste im Celler Land
Celler Land Aus dem Landkreis Plus bei Übernachtungen: Mehr Gäste im Celler Land
17:33 11.06.2012
Von Simon Ziegler
Landkreis Celle

Die Branche freut sich über zum Teil erhebliche Zuwächse bei den Übernachtungen. In der Lüneburger Heide seien von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 6,9 Prozent mehr Übernachtungen gezählt worden, sagte Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH. Im Landkreis Celle wurde ein Plus von 2,4 Prozent, in der Stadt Celle von 4,3 Prozent registriert. Die Zahlen kommen vom Statistischen Landesamt.

Auch wenn die Zahlen nur bedingt aussagekräftig seien, wie von dem Bruch sagt, weil in den ersten drei Monaten eines Jahres vergleichsweise wenig Bewegung im Markt sei und etliche Hotels geschlossen haben, zeige die Tendenz eindeutig nach oben. Auffällig ist aber, dass die Zuwächse in anderen Landkreisen wie Lüneburg (plus 9,6 Prozent) oder Uelzen (15,6 Prozent) deutlich höher als in Celle sind.

Die Lüneburger Heide GmbH rechnet für das gesamte Jahr mit einem Plus von einem Prozent. „Letztes Jahr hatten wir über fünf Millionen Übernachtungen“, sagte von dem Bruch. Das sei das beste Ergebnis seit zehn Jahren und schwer zu übertreffen.

In der Stadt Celle hatten von Januar bis März 50.335 Gäste übernachtet. In Hermannsburg waren es 10.834, was einem Minus von drei Prozent entspricht. Der Rückgang wird damit begründet, dass ein Tagungskunde im Hotel Seminaris abgesprungen sei. In Winsen wurden 2514 Übernachtungen gezählt, sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Müden buchten von Januar bis März 6213 Menschen ein Gästezimmer. Nach Angaben der Lüneburger Heide GmbH wird in dem Faßberger Ortsteil ein Rückgang von elf Prozent registriert. Sorgen muss sich das Heideörtchen deshalb aber wohl nicht machen. Denn das Minus wird damit erklärt, dass manche Betriebe im Unterschied zum Vorjahr am Jahresanfang noch geschlossen hatten,

Sorgen muss sich dagegen die Branche insgesamt machen, weil sich der Fachkräftemangel allmählich bemerkbar macht. Kellner und Zimmermädchen werden vor allem in ländlichen Gebieten zunehmend gesucht. Für viele junge Menschen böten die Hotellerie und Gastronomie keine Perspektive mehr, die Zahl der Auszubildenden sinke, heißt es. „Großbetriebe wie der Fürstenhof in Celle werden keine Probleme haben, für ein Drei-Sterne-Landhotel wird es da schon schwieriger“, sagt von dem Bruch.