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Aus dem Landkreis Raum zum Lernen schaffen an Celler Berufsbildenden Schulen
Celler Land Aus dem Landkreis Raum zum Lernen schaffen an Celler Berufsbildenden Schulen
18:48 03.08.2018
Nur die Außenwände des Eingangsbereichs an der ATS – BBS III blieben bestehen. In dem neu entstandenen Obergeschoss ist unter anderem das Lehrerzimmer geplant.  Quelle: Oliver Knoblich
Landkreis Celle

Im laufenden Schulbetrieb zu arbeiten sei eine Herausforderung, so Ulf Werner, beim Landkreis für den Technischen Hochbau zuständig. Doch letztendlich zähle die Perspektive, "was zum Schluss dabei rauskommt", so Heike Fischer, stellvertretende Schulleiterin der BBS I.

Aber zum baulichen Stillstand kommt es auch in Zukunft nicht. Zwei weitere Großprojekte an der Albrecht-Thaer-Schule – BBS III (ATS – BBS III) in Altenhagen und an der Berufsbildenden Schule II (BBS II) am Lönsweg stehen aktuell an. Noch ist der neue Eingangsbereich der ATS – BBS III im Rohbau. Große Stahlträger stützen die Konstruktion, Rohre sind noch nicht verkleidet und Kabel hängen von der Decke. Was die Arbeiten angeht, blickt man optimistisch in die Zukunft. Schon zum neuen Schuljahr sollen hier die Schüler durch den Eingang in die Schule kommen.

Durch die beschlossene Fusionierung der BBS III und der ehemaligen BBS IV (Albrecht-Thaer-Schule) ist nicht nur die Zusammenlegung der beiden Schulen gemeint, sondern auch die des Lehrerkollegiums. Dies soll nun auch baulich erfolgen. Nicht besonders leicht, da das Grundstück nicht weiter verbaut werden sollte, berichtet Werner. "Durch die Aufstockung einzelner Gebäudeabschnitte konnten wir zusätzlichen Raum gewinnen", erklärt der Leiter. So auch über dem neuen Eingangsbereich: Hier wurde ein neues Geschoss aufgesetzt. Ein knapp 200 Quadratmeter großes Lehrerzimmer, drei weitere Büroräume und angrenzende EDV-, Technik- und Kopierräume werden im neuen Obergeschoss liegen. Insgesamt soll der Trakt bis zu 450 Quadratmeter umfassen.

Auch an der BBS II, der Axel-Bruns-Schule, sind bauliche Veränderungen geplant. "Der Bauantrag ist diese Woche raus", sagt Werner. Gemeint sind damit die Sanierung des Erdgeschosses und die Aufstockung im Trakt 5. Die bestehende pädagogische Kooperation zwischen der BBS II und der angrenzenden Paul-Klee-Schule (PKS) soll nun auch baulich umgesetzt werden. Vor dem Hintergrund der steigenden Schülerzahl stößt die Förderschule räumlich an ihre Grenzen.

Dort soll es im Erdgeschoss einen eigenen Eingang für die PKS, neue Gruppenräume für die Oberstufenschüler der PKS, Küche, Abstellräume, barrierefreie Toiletten und Waschräume geben. Zudem sind ein Aufzug und ein zweites Treppenhaus geplant. Dies sei auch nötig, da es bisher nur einen baulichen Rettungsweg gegeben habe, für Schulen jedoch zwei erforderlich seien, so Werner. "Jeder Unterrichtsraum wird zudem mit einem separaten Rettungsweg nach draußen ausgestattet", betont Werner, "das geht über den Standard hinaus."

Für die BBS II am Lönsweg werden weiterhin drei Etagen zur Verfügung stehen, da ein weiteres Geschoss auf den Trakt gebaut wird. Losgehen soll es im Sommer, die Ausführungsplanung und Ausschreibungen stehen nun an. "Wir sind früh dran", sagt Werner. Er hoffe, dass ab dem Schuljahr 2018/19 die Schüler beider Schulen in dem sanierten Trakt unterrichtet werden können. Für die Arbeiten werden Kosten in Höhe von vier Millionen Euro veranschlagt, die der Landkreis trägt. Zudem erhält er 2,7 Millionen Euro Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz.