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Aus dem Landkreis Regen trübt Weihnachtsmarkt-Freuden im Celler Land
Celler Land Aus dem Landkreis Regen trübt Weihnachtsmarkt-Freuden im Celler Land
20:29 11.12.2016
Als es dunkel wurde, machte sich auf dem Weihnachtsmarkt an der Winser Kirche heimelige Atmosphäre breit. Quelle: Anne Friesenborg
Landkreis Celle

Tannengrün, Laternen und Kerzen, Glühwein und Leckereien fürs leibliche Wohl traten angenehm in den Hintergrund, zugunsten der zahlreichen Kunsthandwerker, die ihre Produkte in dieser netten Kulisse präsentierten und feilboten.

Liebhaber von antiquierten Sachen waren auf Schatzsuche zwischen altem Leinen, Schmuck und Porzellan – und oft erfolgreich. Haushaltströdel von anno dazumal und aus Großvaters Werkzeugkiste brachte Erwachsene in Erinnerung zum Schmunzeln und Kinder zum Staunen über die entsprechenden Geschichten. Im Kontrast, sich wunderbar einfügend und ergänzend, fanden die Besucher aber auch Modernes: Schmuck, fröhlich bunte Töpferware und lustige Skulpturen.

Drechsler Eckard Döring aus Langlingen hatte nicht nur kunstvolle Stücke ausgestellt, sondern demonstrierte an der Maschine auch gleichzeitig sein Geschick. Textildesignerin Anne-Susanne Gueler aus Hannover offerierte ihre, auf alter Strickmaschine nach kunstvollen Mustern hergestellten, Strickwaren. Besonders amüsiert waren die Besucher von den karikierenden „Korkenköpfen“ aus dem Atelier von Renate Ellereit-Laube.

Als sich das Grau in Grau des regnerischen Tages in abendliche Dunkelheit wandelte, zeigte sich der ganze romantische Zauber zwischen den Häuschen im Licht aus den alten Fenstern und den Pfaden zwischen Öllaternen und Holzkorbfeuer zum Wärmen.

Trocken war es zum Glück, als am Samstag pünktlich um 17 Uhr der Weihnachtsmann den Markt in Winsen besuchte. Vor allem die Kinder bedrängten den bärtigen Mann im roten Mantel. Bei dem feuchten Wetter bot der Stand der Schmiede, die auch ihr Können zeigten, die angenehmsten Temperaturen. Hier loderte die Kohle in zwei Schmiedeessen, in einem Gartenofen brannten die Holzscheite.

Vor dem Kulturcafé „nebenan“ bildeten die Buden einen kleinen Platz, auf dem ebenfalls eine Feuertonne Wärme verströmte. „Mehr Stände als im vergangenen Jahr“, war von den Beschern zu hören. Und in der Dunkelheit bot der Markt rings um die Winser Kirche eine festliche Atmosphäre.

Zum Auftakt des Marktes im „Weihnachtsdorf Müden“ pladderte es gestern Mittag. Auch hier gingen die Blicke immer wieder nach oben. Auf den alten Höfen im Ortskern prasselten die Feuer in Feuerschalen und Körben, die Schauer konnten sie nicht vertreiben. Viel weihnachtliche Dekoartikel gab es an den rund 40 Ständen, schöne Dinge aus Holz oder Stoff, Keramik oder Metall, dazu kulinarische Genüsse. Ganz Müden ist übrigens weihnachtlich geschmückt, an vielen Zäunen hängen sorgfältig eingewickelte und verschnürte Päckchen.

Von Dories Hennies und Joachim Gries