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Aus dem Landkreis Schnelles Internet: Lichtgeschwindigkeit fürs Celler Land
Celler Land Aus dem Landkreis Schnelles Internet: Lichtgeschwindigkeit fürs Celler Land
17:55 06.04.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: David Borghoff
Landkreis Celle

Der Landkreis Celle will Vollgas geben. 46 Millionen Euro sollen in den Glasfaserausbau zwischen Faßberg und Wathlingen gesteckt werden. Landrat Klaus Wiswe und Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter unterzeichneten gestern die Verträge für das neue Highspeed-Netz.

An Superlativen wurde nicht gespart: Der Landkreis baue eines der modernsten Glasfasernetze Deutschlands, hieß es. Rund 3000 Kilometer Glasfaserkabel werden verlegt, um alle bisher unterversorgten Gebiete in der Region an das schnelle Internet anzuschließen – mit Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde. Unterversorgt sind zum Beispiel Winsen, Dalle, Garßen, Teile von Wathlingen und Nienhagen, Hohne sowie Unterlüß. Schon im kommenden Jahr sollen die ersten der insgesamt 13.000 Haushalte rund um Celle mit Hochgeschwindigkeitsanschlüssen für Internet und Telefon versorgt werden. Das Ganze geschieht mit einer EU-Ausnahmegenehmigung. Mit öffentlichen Mitteln darf nur in den Markt eingegriffen werden, der für Unternehmen sonst nicht interessant wäre. Das heißt aber auch: Wer jetzt nicht in einem unterversorgten Gebiet lebt, kann nicht an die Glasfaserautobahn angeschlossen werden. Langfristiges Ziel ist aber Glasfaser für alle.

„Celle ist Vorzeigemodell für viele Regionen in Deutschland. Gemeinsam wollen wir den Landkreis vom digitalen Standstreifen auf die Überholspur bringen", sagte Ametsreiter: Glasfaser sei die modernste Infrastruktur. "Damit überträgt man in Lichtgeschwindigkeit", so der Deutschland-Chef des Telekommunikations-Unternehmens.

"Das ist ein ganz wichtiger Tag für den Landkreis Celle", betonte Wiswe. "Wir wollen dafür sorgen, dass die Zukunftsfähigkeit unseres ländlich geprägten Landkreises gesichert ist", so der Landrat. Der Landkreis Celle sei mit dieser Entscheidung in Sachen Internet in der Spitzengruppe, sagte Stefan Muhle, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium in Hannover.

Noch gibt es allerdings einen Haken. Das Netz wird nur gebaut, wenn genügend Bürger Verträge unterzeichnen. Sobald 40 Prozent aller Haushalte in den bisher unterversorgten Gebieten im Landkreis Celle einen Vertrag abgeschlossen haben, rollen die Bagger und starten mit der Verlegung der Glasfaserkabel. Die Hürde gilt als hoch. Der Landkreis Uelzen – mit dem Betreiber Lünecom – hat indes gezeigt, dass es geht. Dort haben die Bauarbeiten für das Highspeed-Netz bereits begonnen, nachdem die Quote von 60 Prozent erreicht wurde.

Vodafone startet jetzt mit der Vorvermarktung im Kreis Celle. Nach Unternehmensangaben stehen Festnetzanschlüsse mit Telefon- und Internet-Flatrates mit bis zu 1000 Megabit pro Sekunde zur Auswahl. Kunden zahlen ab 40 Euro im Monat.

Die Naturschutz-Pläne der EU sorgen im Kreis Celle nicht nur an den Aschauteichen bei Eschede und rund um den Hüttenseepark in Meißendorf für Kopfzerbrechen bei Wirtschaftsbetrieben und Sportvereinen. Beim Landkreis Celle liegt eine Liste mit knapp 20 Gebieten, in denen der Naturschutz konkretisiert werden soll. Das bedeutet die Umwandlung von FFH-Gebieten (Flora-Fauna-Habitat) in Landschaftsschutz- oder Naturschutzgebiete. Es geht zum Beispiel um einen Großteil der Aller, die Örtze mit Nebenbächen oder das Lünsholz bei Unterlüß.

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