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Aus dem Landkreis So warm wie seit 1853 nicht mehr
Celler Land Aus dem Landkreis So warm wie seit 1853 nicht mehr
15:40 02.11.2018
Den Sonnenuntergang im Französischen Garten konnte man in diesem Oktober oft im T-Shirt erleben, so warm war es. Quelle: Christian Link
Celle

Tiefer Luftdruck über dem Ostatlantik, ein riesiges Hoch über dem Kontinent und dazwischen ein südliche, oft sehr warme und trockene Strömung: An dieser großräumigen Luftdruckverteilung hat sich seit dem Frühjahr im Prinzip nichts geändert. Und nach Lage der Dinge dürfte in den kommenden zwei Wochen daran auch nicht viel tun. So wird der November diesem Ausnahmejahr in Sachen Trockenheit und Wärme wahrscheinlich ein weiteres Kapitel hinzufügen.

Bis weit in die kommende Woche hinein bleibt uns das ruhige, ungewöhnlich milde und zeitweise recht freundliche Hochdruckwetter erhalten. Bei schwacher Luftbewegung können sich allerdings Boden- oder Hochnebelfelder gut ausbreiten und auch tagsüber länger halten. Je nach Zeitpunkt der Nebelauflösungen wandern die Höchstwerte in den Bereich von 15 Grad. Richtung zweites Novemberwochenende wird es allmählich etwas kühler. Im weiteren Verlauf deutet sich eine Pattsituation zwischen kräftigen Hochdruckgebieten mit Kaltluft über Nord- und Osteuropa und Tiefs mit feuchtmilder Atlantikluft westlich von uns an. Angesicht der Erfahrungen in diesem Jahre und den Berechnungen der Klimamodelle wäre ein nachhaltiger Durchbruch von Regenfront allerdings fast ein Wunder.

Der Oktober reihte sich nahtlos in die Kette der sehr warmen, viel zu trockenen und überaus sonnigen Monate ein. Nur zu Beginn der ersten und in der dritten Monatsdekade ging es mal herbstlich zu.

Furioses Finale: Vom 10. bis 17. Oktober sorgte eine extrem warme und stabile Südströmung für ein beispielloses Feuerwerk an Temperaturrekorden. Tages- und Dekadenbestmarken purzelten wie die reifen Früchte. Dabei brachte es die Südheide vielfach auf drei Sommertage (ab 25 Grad), so viel wie noch nie zuvor in einem Oktober. Das Umweltbundesamt (UBA) in Waldhof/Langenbrügge (Südkreis Uelzen) meldete sogar sechs in Folge. Am 13. Oktober, dem heißesten Tag, wurden flächendeckend 27 Grad und mehr gemessen, an der Wetterstation in Waldhof schier unglaubliche 29,4 Grad! Selbst in alten Klimareihen (Lüneburg seit 1853) lassen sich derart hohe Werte in der zweiten Oktoberdekade nicht finden. Gleichzeitig sorgte die enorme Anzahl goldener Sonnenstunden für einen Sprung unter die besten fünf in dieser Kategorie.

Von Reinhard Zakrzewski

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