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Aus dem Landkreis Sparkasse baut beim Service ab
Celler Land Aus dem Landkreis Sparkasse baut beim Service ab
16:04 04.10.2018
Von Carsten Richter
Ab April 2019 gibt es hier nur noch Selbstbedienung: die Sparkassenfiliale in Wienhausen. Quelle: Carsten Richter
Celle

Die Sparkasse Celle stellt sich neu auf: Einerseits fallen die Schalter in vielen Filialen weg, das Serviceangebot wird auf Automaten reduziert. Andererseits wird an zentralen Stellen in moderne sogenannte "Kompetenz-Center" investiert. Nun gibt das Unternehmen bekannt, dass im kommenden Jahr auch in den Geschäftsstellen in Wienhausen, Wathlingen und Faßberg nur noch SB-Geräte zur Verfügung stehen werden.

"Die Gesellschaft wird immer digitaler, auch im Bereich der täglichen Bankgeschäfte", heißt es in der Mitteilung zur Begründung. 92 Prozent aller Überweisungen seien bereits beleglos, 21.000 Kunden nutzten die Sparkassen-App für ihre Finanzgeschäfte, erklärt das Unternehmen. Die Sparkasse beruft sich dabei auf eine Studie, in der das Nutzungsverhalten der Kunden untersucht wurde. Das Ergebnis zeige, dass die Besuche wegen reiner Service-Aufträge stark rückläufig seien. "Um weiterhin langfristig wirtschaftlich stark zu bleiben, müssen wir uns dem Kundenverhalten anpassen", sagt Stefan Gratzfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Celle.

Das bedeutet in den kommenden Monaten Veränderungen in mehreren Kommunen des Landkreises. Noch bis Ende dieses Jahres sollen die Geschäftsstellen in Unterlüß, Müden, Langlingen und Eicklingen gemeinsam mit der Volksbank betrieben werden – in diesen Filialen gibt es bereits ausschließlich SB-Terminals.

Größere Einschränkungen wird es hingegen 2019 geben: Zunächst werden ab April die Sparkassen in Wathlingen und Wienhausen in SB-Geschäftsstellen umgewandelt, ab November ist dann auch die Filiale in Faßberg an der Reihe.

Wienhausens Bürgermeister Henning Witte zufolge ist der eingeschränkte Service ein Verlust für den Ort. "Das ist nicht schön, besonders für ältere Leute, die nicht online sind. Das Zentrum Wienhausens stirbt dadurch ein Stück weit aus." Witte mutmaßt, dass die Sparkasse Kunden verlieren wird, wenn es nur noch einen Automaten gibt. Wenige Meter entfernt stünde die Volksbank mit vollem Leistungsumfang zur Verfügung, gibt der Bürgermeister zu bedenken.

Auch Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl bedauert die Entscheidung des Sparkassen-Vorstandes, auch wenn er die Gründe nachvollziehen kann. "Das ist ein erheblicher infrastruktureller Verlust für Faßberg und den gesamten Nordkreis." Ein Drittel der Einwohner der Gemeinde sei älter als 60 Jahre, sagt Bröhl. Sie würden unter dem eingeschränkten Service besonders leiden.

Unterdessen entstehen an anderer Stelle moderne Neubauten: In Eschede verlagert die Sparkasse Ende kommenden Jahres ihren Standort von der Bahnhofstraße in die Ortsmitte an die B 191. Die neue Filiale soll ein attraktiveres Aussehen bekommen, am Service soll sich nichts ändern. Architektonisches Vorbild mit großen Glasflächen ist die bereits bestehende Filiale in Altencelle, die im Oktober 2015 an der Burger Landstraße eröffnet wurde.

Derzeit im Bau befindet sich ein neues Kompetenz-Zentrum an der Harburger Heerstraße in Celle. Hier sollen Kunden von Experten Antworten auf alle finanziellen Fragen erhalten, verspricht die Sparkasse. An den aktuellen Standorten der drei Filialen in Klein Hehlen, Groß Hehlen und am Altenhäger Kirchweg wird es dann wie in Wienhausen, Faßberg oder Wathlingen aussehen: Hier werden nur noch Automaten stehen.

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