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Aus dem Landkreis Tourismusbilanz 2011 positiv
Celler Land Aus dem Landkreis Tourismusbilanz 2011 positiv
04:18 08.08.2018
Landkreis Celle

Positive Entwicklung aber immer noch Raum zur Verbesserung. So lässt sich die Tourismusbilanz für das abgelaufene Jahr zusammenfassen.

Insgesamt wurden vom Statistischen Landesamt in den Celler Beherbergungsbetrieben ab neun Betten 591.558 Übernachtungen registriert. Das ist eine Verbesserung von 2,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2011. Allerdings liegt Celle damit immer noch unter dem Schnitt in ganz Niedersachsen mit 2,5 Prozent Zuwachs. In Vergleich mit den anderen Kreisen in der Lüneburger Heide ist Celle sogar noch schlechter. Im Schnitt wurde in den Kreisen ein Plus von 2,9 Prozent erwirtschaftet. Am besten liegt dabei Harburg, das mit plus 8,9 Prozent 674.559 Übernachtungen verbuchte.

Für den Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH, Ulrich von dem Bruch, ist das Jahr trotzdem gut gelaufen. Als einzige der niedersächsischen Großregionen wachse die Lüneburger Heide mit 140.000 zusätzlichen Übernachtungen. „Wir sind der Wachstumsmotor des Tourismus in Niedersachsen“, so der Geschäftsführer. Nach seinen Worten haben die kleineren Betriebe, die nicht in der Statistik des Landesamtes erfasst werden, auch deutlicher profitiert. Die LHG habe 2011 erstmals in diesen Unternehmen selber Daten erhoben. Mit Hilfe der Tourist Informationen der Heide sei eine „relevante Stichprobe“ erarbeitet worden. Insgesamt verzeichneten diese abgefragten Betriebe 440.244 Übernachtungen und ein Wachstum von 7,55 Prozent zum Vorjahr. „Wir können hier klar erkennen, dass die kleineren Betriebe stärker gewachsen sind, als die großen“, sagt von dem Bruch. 26 Prozent der Übernachtungen sind laut der LHG in diesen kleinen Betrieben.

Werner Cohrs, Vorsitzender des Arbeitskreises Tourismus im Verkehrsverein Müden, kann diese Zahlen weder bestätigen noch dementieren. „Wir erfassen die Daten in unseren Betrieben zu den Übernachtungen nicht mehr wie in den Vorjahren“, sagt Cohrs. Auch eine Einschätzung wie die Entwicklung allgemein läuft, kann Cohrs, selber Ferienhausvermieter, nicht geben: „In den Gesprächen sind die Antworten der einzelnen Betreiber sehr unterschiedlich.“ Generell sieht er die Zusammenarbeit mit der LHG, die zu Beginn für viel Ärger gesorgt hat, positiv. „Auf den Messen bestimmt die Lüneburger Heide wieder mit das Bild“, sagt Cohrs. Die vom Landesamt erfassten Übernachtungen sehen mit 13 Prozent plus für Müden zudem sehr gut aus. Ähnlich wie Cohrs sieht es Hermannsburgs Bürgermeister Axel Flader. Die Arbeit habe sich gut entwickelt. Dass Hermannsburg nur einen Anstieg von 0,7 Prozent bei den Übernachtungen habe, liege vor allem an dem bereits hohen Niveau.

Erwartungsgemäß sieht von dem Bruch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit der Schaffung der LHG. „Unser Gast gibt in der Regel 75 Euro pro Tag in der Heide aus, bei 500.000 Übernachtungen mehr hat die Dachmarke einen zusätzlichen Umsatz von 37,5 Millionen Euro geschaffen“, macht der Geschäftsführer seine Rechnung auf. Investiert hätten dafür die Landkreise, Städte und Privaten als Gesellschafter in den vergangenen Jahren um die 3,5 Millionen Euro.

Von Tore Harmening