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Aus dem Landkreis Trotz Aufgabe in Hambühren: Bürgerbus-Vereine sind optimistisch
Celler Land Aus dem Landkreis Trotz Aufgabe in Hambühren: Bürgerbus-Vereine sind optimistisch
18:22 28.06.2017
Landkreis Celle

Man müsse sich genau überlegen, "wo ein Bürgerbus angebracht ist und wo nicht". Der Winser Bürgerbus sei deshalb erfolgreich, weil auf den Strecken in die weit entfernten Außendörfer Meißendorf, Walle und Thören/Bannetze der Bedarf da sei. Beispiel Thören und Bannetze: Dort biete die CeBus nur Schulbusse an. Der Bürgerbus fahre von Montag bis Freitag jeden Tag vier Mal auf dieser Strecke. Im vergangenen Jahr haben 5233 Fahrgäste das Winser Bürgerbusangebot genutzt. Der Verein hat 20 Fahrer. Krizsan: "Der Erfolg eines Bürgerbusses hängt von der Struktur eines Ortes ab. Weil wir so viele Außendörfer haben, läuft es."

In Wietze sei der Bedarf ebenfalls da, sagt der Vereinsvorsitzende Edgar Kock. Der Bürgerbus fahre vier Mal am Tag über Jeversen nach Schwarmstedt, wo auch die Gesamtschule KGS angesteuert wird. Hornbostel wird ebenfalls vier Mal am Tag angefahren. Befördert werden zudem die Grundschulkinder und die Bewohner der Diakonie Himmelsthür. In Wietze sei das größere Problem, Fahrer zu finden, sagt Kock. Derzeit hat der Verein zwar 15 Ehrenamtliche. Aber das Durchschnittsalter der Fahrer ist hoch. Manche sind 75 Jahre alt.

Auch in Eschede fehlen junge Fahrer für den Bürgerbus. Die meisten ehrenamtlichen Fahrer sind heute schon zwischen 69 und 76 Jahre alt. "Wir brauchen Nachwuchs, damit wir den Betrieb langfristig aufrechterhalten können", sagt der Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Soltendieck. "Zwei Jahre haben wir noch Zeit." Ein Aus drohe also nicht aus wirtschaftlicher Sicht, sondern aufgrund der fehlenden Fahrer. Der Bürgerbus Eschede bedient ebenfalls vorwiegend die Außendörfer und schafft eine Verbindung zwischen Eschede und Lachendorf über Habighorst und Höfer. "Wir ergänzen die Schulbuslinie", sagt Soltendieck.

Immer auf der Suche nach ehrenamtlichen Fahrern ist auch Eckart Borges, der Vorsitzende des Bürgerbus-Vereins Bergen und Lohheide. "Man kann gar nicht genug Fahrer haben", sagt er. "Vor allem brauchen wir aber mehr Fahrgäste." Bisher würden die Einnahmen nämlich keinesfalls die Betriebskosten decken. Für die Zukunft ist Borges aber dennoch optimistisch: "In Winsen hat es auch fünf Jahre gedauert, bis der Verein schwarze Zahlen geschrieben hat. Man muss einen langen Atem haben."

Borges und sein Team arbeiten derzeit daran, den Fahrplan zu verbessern. So soll es im Ortskern Bergen in Zukunft zwei Linien geben. Zudem hat der Verein den Wunsch noch nicht aufgegeben, Fahrten aus Becklingen und Wardböhmen nach Soltau anbieten zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde der Bürgermeister um Hilfe gebeten.

Von CZ