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Aus dem Landkreis Vom Flugplatz zum Notfall: Rettungswache nach Oppershausen?
Celler Land Aus dem Landkreis Vom Flugplatz zum Notfall: Rettungswache nach Oppershausen?
17:43 01.02.2018
Von Christopher Menge
Im Notfall zählt jede Minute: Daher wird über die möglichen Standorte der Rettungswachen im Nord- und Ostkreis diskutiert. Quelle: Christian Link
Celle-Landkreis

"Mit dem Eigentümer haben wir eine Übereinkunft", berichtet Frank Böse von der Samtgemeinde Flotwedel. "Der Standort wird jetzt durch das Büro, das die Studie gefertigt hat, geprüft." Hintergrund des Vorstoßes ist, dass es Befürchtungen gibt, dass von einer Rettungswache in Lachendorf einzelne Orte im Randbereich der Samtgemeinde Flotwedel, beispielsweise in Langlingen, nicht innerhalb der vorgeschriebenen Hilfsfrist erreicht werden können. Innerhalb von 15 Minuten muss an jeder Notfallstelle im Landkreis Celle ein Rettungswagen eintreffen, die reine Fahrzeit darf maximal 13 Minuten betragen.

Langlingens Bürgermeister Ernst-Ingolf Angermann hatte beim Neujahrsempfang der Gemeinde berichtet, dass er die Strecke von Lachendorf in den Langlinger Ortsteil Hohnebostel abgefahren sei, aber länger als 15 Minuten gebraucht habe. "Daraufhin gab es eine Testfahrt mit einem Rettungswagen", sagte Angermann. Diese Fahrt habe elf Minuten gedauert und habe damit im gesetzlichen Rahmen gelegen. "Die Bedenken wurden durch eine Befahrung unter Realbedingungen, also mit Blaulicht, ausgeräumt", sagt Landkreis-Pressesprecher Tore Harmening. "An dem Alternativstandort wird aber unverändert festgehalten, insofern fließt er in die Bewertung ein."

Der Kreisausschuss soll in seiner Sitzung am 15. Februar über den zukünftigen Suchraum entscheiden. Der Suchraum ist das Gebiet, in dem die Rettungswache errichtet werden soll, damit alle Gebäude mit einem Rettungswagen in der vorgeschriebenen Hilfsfrist erreicht werden können.

Diskussionsbedarf besteht auch noch beim Standort im Nordkreis. Die bisherige Rettungswache in Beckedorf soll um eine Außenstelle in Hermannsburg erweitert werden. "Die Gemeinde Südheide setzt sich für einen Standort östlich der Örtzebrücke in Richtung Unterlüß ein", berichtet Harmening auf CZ-Anfrage. "Dieser Standort liegt außerhalb des bisher angedachten Standortsuchbereiches und wird umfassend geprüft." Eine abschließende Bewertung stehe noch aus, so Harmening.

Unterlüß war bisher unterversorgt und soll von der neuen Außenstelle in Hermannsburg profitieren. Wenn diese allerdings östlich der Örtzebrücke liegt, werden die Hilfsfristen für den Randbereich der Stadt Bergen und den Gemeindefreien Bezirk Lohheide möglicherweise nicht mehr eingehalten.

Das Gutachten sieht vor, dass in Zukunft zehn statt bisher neun Rettungswagen im Einsatz sind. Mehr als fünf Rettungsstationen wird es im Landkreis aber nicht geben, wie Landrat Klaus Wiswe kürzlich im CZ-Interview klarstellte. "Die Krankenkassen werden auf jeden Fall nur das bezahlen, was nötig ist", so Wiswe.

22 Jungen und 23 Mädchen aus dem Landkreis Celle sind im Jahr 2016 wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt worden. Das berichtet die Krankenkasse IKK classic, die aktuelle Daten vom niedersächsischen Landesamt für Statistik ausgewertet hat. Bei den unter 18-Jährigen gab es somit im Vergleich zu 2015 eine deutliche Steigerung. Damals waren 24 Jugendliche wegen einer Alkoholvergiftung in stationärer Behandlung. Insgesamt erlitten im Landkreis Celle 2016 276 Personen eine Alkoholvergiftung, die zum Klinikaufenthalt führte, 28 mehr als im Jahr zuvor.

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