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Aus dem Landkreis Winser Kalker und Oldendorfer Kiesteiche ziehen Badegäste an
Celler Land Aus dem Landkreis Winser Kalker und Oldendorfer Kiesteiche ziehen Badegäste an
16:55 31.07.2018
Von Christopher Menge
Quelle: Christopher Menge
Celle-Landkreis

„Das ist der beste Strand in der Heide“, sagt der Beckedorfer Meik Nowak. Er ist mit seiner Familie aus Hameln zu den Kiesteichen gekommen, um das schöne Wetter zu genießen und sich im Wasser abzukühlen. Kühlbox und Grill haben die Badegäste auch dabei. „Wenn es so trocken ist, muss man aufpassen, daher haben wir einen geschlossenen Grill dabei“, sagt Nowak. „Gestern hat es ja auch geregnet.“ Die Familie hat auch Aschenbecher im Gepäck. „Es gibt Hermannsburger Gruppen, die den Müll einsammeln“, erzählt Nowak, „aber das müsste es nicht geben, wenn alle ihren Müll mitnehmen.“

Todesfallan Kiesteichen

An den Kiesteichen hält es sich mit dem Unrat an diesem Tag noch in Grenzen, am Kalker ist es schlimmer. In dem angrenzenden Wald liegen alle paar Meter Mülltüten mit leeren Sektflaschen, Zigarettenpackungen und Verpackung von Grillkohle und Würstchen. „Da es sich um keine öffentliche Fläche handelt, ist es nicht Aufgabe der Gemeinde den Müll wegzuräumen“, sagt Dirk Burghardi, Fachbereichsleiter der Gemeinde Winsen. Er weist daraufhin, dass der Kalker kein offizieller Badesee sei und das Baden in dem Teich auf eigene Verantwortung geschehe.

Einen Badeunfall gab es hier in den vergangenen Jahren aber nicht. „2013 wurde am Kalker zwar eine leblose Person gefunden, aber da gehen wir von Suizid aus“, sagt Anne Hasselmann, die Pressesprecherin der Polizei Celle. „An den Kiesteichen in Oldendorf gab es 2015 einen Todesfall. Die Ursache ist ungeklärt.“

Viele Einsätze habe die Polizei an den beiden Badeseen nicht. „Wir haben mal eine Ruhestörung wegen lauter Musik oder werden gerufen, weil sich Leute anpöbeln, nachdem sie getrunken haben“, berichtet Hasselmann. „Aber die Vorfälle sind verschwindend gering.“ Gelegentlich wird die Polizei aber wegen der Parksituation am Kalker gerufen. „Da machen wir auch Kontrollen“, sagt Burghardi.

An diesem Sonntag stehen allerdings deutlich mehr Autos auf den Grünstreifen an der Landesstraße 281. Etwa 100 Autos haben da geparkt, während sich die Fahrer und Beifahrer an den Kiesteichen sonnen oder über das Wasser segeln. Und das obwohl ein Schild darauf hinweist, dass das Betreten des Grundstücks verboten sei. Eingezäunt sind die Kiesteiche allerdings nicht.

"Einfach schönin der Natur"

„Den Kindern gefällt es hier besser als im Freibad“, erzählt Martina Wandke. „So draußen in der Natur, ist es einfach schön.“ Dass das Wasser hier deutlich kühler ist als am Kalker, stört Lara Sophie (7) und Florian Lennart (3) im übrigen gar nicht. Fröhlich planschen die Kinder im Wasser.

Sie sehen dabei genauso glücklich aus wie der siebenjährige Ben, der am Kalker dem Paddle Board von Oma Beate Sawitza hinterherschwimmt. „Eine Rutsche fehlt hier aber“, sagt Ben, der sich trotz des Badespaßes freut, dass in der kommenden Woche die Schule wieder los geht.

"Wir sind das erste Mal hier", erzählt Reinhardt Sawitza, der mit seinem Hund "Sir Henry" durch das Wasser geht. "Wir waren vergangene Woche in St. Peter Ording. Das hat dem Hund so gut gefallen, dass wir wieder zum Wasser gefahren sind."

Stammgästeam Kalker

Stammgäste am Kalker sind Maurice Bachl (22) und Jeannette Blumentritt (31) aus Celle. Mit Familie und Arbeitskollegen sind sie an den Teich gekommen. "Hier ist es nicht so überfüllt und man kann die Schwimmringe mitnehmen", sagt Bachl. Seine Begleiterin war schon als Kleinkind mit ihren Eltern hier. "Man kann sich hinsetzen und einfach die Seele baumeln lassen", sagt die Cellerin. "Essen und Trinken mitnehmen und der Tag ist perfekt." Einziger Nachteil sei, dass es keine Toiletten gebe.

"Zu laut" ist es Horst Elvers im Freibad, daher ist er aus Hannover an den Kalker gekommen. "Es ist viel schöner hier und mitten in der Natur schön ruhig", sagt er, während sich seine Tochter Denise Elvers mit dem Schwimm-Flamingo Ingo im Wasser treiben lässt.

Wochenlange Trockenheit ließ die Flüsse Fuhse und Aller im Celler Land zu Rinnsalen werden. Die Dekadenextremwerte sind bei beiden Flüssen unterschritten worden. Erst nach dem regen vom Samstag sind die Wasserstände wieder etwas gestiegen, sie bleiben aber immer noch extrem niedrig und werden in den kommenden tagen wieder sinken, denn es ist wieder Sonne satt angesagt.

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