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Bergen Ortsteile Apartments für die Schweine in Becklingen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile Apartments für die Schweine in Becklingen
03:59 24.02.2018
Quelle: Lothar H. Bluhm
Becklingen

„Demonstrationsbetrieb Tierschutz“ steht in großen Lettern auf dem Schild im Eingangsbereich zu dem 122 mal 25 Meter großen Schweinestall in Becklingen. Deutschlandweit werden noch immer Betriebe gesucht für das „Themennetzwerk Verbesserung und Anreicherung der Haltungsbedingungen von tragenden Sauen“. Betriebe, die sich über einen Zeitraum von zwei Jahren als Demonstrationsbetriebe in dem Modellvorhaben beteiligen möchten. – Hohls macht da mit, als Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz (MuD).

„Die MuD Tierschutz schließen die Lücke zwischen Forschung und Praxis“, sagt Hohls. Inzwischen seien 250 Betriebe dem Netzwerk angeschlossen. So auch sein Familienbetrieb, in dem drei Generationen arbeiten. „Wir haben auch zwei Azubis“, sagt Hohls nicht ohne Stolz.

Nicht ohne Stolz weist er auch auf die modernen Technologien im Betrieb hin: „Hightech ist eigentlich überall – von der richtigen Dosierung der zahlreichen Impfungen bis zur Be- und Entlüftung über die Wärmezufuhr und die richtige Versorgung mit Trinkwasser. Überall steckt Hightech drin.“

Das merkt Jan-Hendrik Hohls auch, wenn auf seinem Handy Alarm ausgelöst wird. „Spätestens dann muss ich selbst raus und gucken, wo die Störung liegt“, sagt der erfahrene Landwirt, der gemeinsam mit seiner Frau vor zehn Jahren den Betrieb von seinen Eltern übernahm, die ihn aber noch tatkräftig unterstützen.

Im Rahmen des MuD probiert Hohls gerade aus, inwieweit man auf die Fixierung der Sauen verzichten kann, „denn das Tierwohl gilt sowohl für die Sauen als auch für die Ferkel“. Die drei Ks seien das Thema, an dem intensiv gearbeitet und geforscht wird: Kastenstand, Kastrationen und Kupieren.

Entsprechend ist der Versuch bei Hohls auf drei Jahre angelegt: „Unser Ziel ist, Beurteilungsgründe für eine Gesetzesvorlage zu erarbeiten.“ Insgesamt gibt es zehn Betriebe deutschlandweit, die an diesem konkreten Projekt mitwirken.

Dazu tragen auch die geräumigen und flexibel zu gestaltenden Buchten für die Tiere bei: „Das sind sozusagen Apartments für die Schweine“, stellt Hohls die hohe Qualität der Sauenhaltung und bei der Ferkelaufzucht in den Vordergrund. „Nur durch die Hightech ist die gleichmäßige Temperatur im Stall zu halten“, sagt Hohls.

Hinzu komme, dass alle Daten von allen Tieren permanent zentral am Computer abrufbar sind. „Hunderte Male am Tag wird der PC mit aktuellen Daten gefüttert.“

Und dann wird Hohls konkret in Sachen Hightech: Die Antibiotikumgabe soll auf ein Minimum reduziert werden, deshalb seien Impfungen nötig, bei denen unter Hightech-Bedingungen hergestellte Seren eingesetzt werden. Die Wärmezuführung aus der 800 Meter entfernten Biogasanlage wird durch Hightech dosiert. Hightech regelt auch die Temperatur und die Fütterung und ist bei der Sauenplanung ebenso unentbehrlich wie beim Bestandsregister. „Nur so lassen sich sämtliche Tierflüsse präzise nachverfolgen.“

Dennoch: „Das Auge des Herrn mästet das Vieh“, verdeutlicht Hohls, dass es ohne die tägliche Kontrolle des Fachmannes im Betrieb nicht geht.

Von Lothar H. Bluhm

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