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Bergen Ortsteile Besen aus Sülze kommen gut an
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile Besen aus Sülze kommen gut an
18:23 23.01.2017
"Besenmeister" Stefan in der Beeck behaut die Birkenzweige für Stefan Mill, der einen neuen Besen braucht. Quelle: Sonja Richter
Sülze

SÜLZE. Auch dieses Jahr haben „Die Sülter“, die sich der Pflege lokalen Brauchtums verschrieben haben, zum Besenbinden geladen. Susanne Springer kam extra aus Wolthausen. Sie hat ein Pferd und findet den Birkenreisigbesen zum Stallausfegen optimal. „Die anderen gehen nicht so gut.“ Nun wollte sie auch mal lernen, wie man so einen Besen anfertigt. „Vielleicht mache ich sie in Zukunft selbst.“ Deshalb schaute sie auch aufmerksam zu, wie die einzelnen Schritte gehen, ließ sich alles genau erklären und packte selbst mit an, wenn es möglich war.

Zum Beispiel beim Zusammenschnüren mit Draht. Der war auf der einen Seite an einem Holzpfosten befestigt und musste am anderen Ende fest um die Zweige gedreht werden. Springer hielt die Zweige und wickelte sie langsam in den Draht, Ralf Neumann vom Besenbinderteam gab Anleitung, drehte zum Schluss die Drahtenden zusammen, knipste sie ab und klopfte sie nach innen. Ein Mann aus Bergen versuchte es dagegen mit Sisalbändern, die mithilfe einer alten Sackkarre um die Zweige gewickelt und festgezurrt werden. "Besen dieser Art gibt es weltweit“, so Stefan in der Beeck von „Die Sülter“. "In Afrika werden sie oft aus Bambus gemacht.“ Einige Exemplare afrikanischer Bauart kann man in seinem Afrika-Museum bewundern.

Von Sonja Richter