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Bergen Ortsteile Fachsimpeln über alte Autos in Bollersen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile Fachsimpeln über alte Autos in Bollersen
17:08 06.08.2017
Von Simon Ziegler
Dreieinhalb Jahre hat Daniel Machon an seinem Chevy Sedan gebastelt. Jetzt braucht er nur noch TÜV. Quelle: Simon Ziegler
Bollersen

"Schöne Autos, schöne Veranstaltung", fasste Bastian Hennig seine Eindrücke zusammen. Er kam mit seinem 2005er Ford Mustang von Celle nach Bollersen gefahren, um "ein paar Leute zu treffen". Es gebe nicht mehr so viele US-Car-Veranstaltungen in und um Celle, betonte seine Lebensgefährtin Helga Paschel. Patrick Jackelsberger will sich demnächst einen amerikanischen Geländewagen zulegen, "Baujahr 80 aufwärts". Also schaute sich der frühere Harley-Fahrer in Bollersen um, pflegte Kontakte, sprach mit den Autobesitzern. Was ihm besonders gefiel: "Hier wird man vom Chef noch per Handschlag begrüßt."

Der Chef heißt Alex Brandt. Er war am Sonntagmittag zufrieden mit der Besucherresonanz. Es seien mehr Gäste als im vergangenen Jahr gekommen. Nachdem das US-Car-Treffen mehrere Jahre in Wietzendorf stattfand, lud Brandt zum zweiten Mal nach Bollersen ein. Auf seinem Bauernhof und einer dahinterliegenden Wiese wurden die amerikanischen Autos präsentiert. Brandt ist früh, dass die Dorfgemeinschaft mitzieht. "Wir haben Glück, dass das ganze Dorf mitmacht", sagte der 34-jährige Automechaniker, der auch eine kleine Werkstatt betreibt.

Die Teilnehmer des Oldtimer-Treffens hatten teilweise eine weite Anreise hinter sich. Manche kamen aus Ostfriesland, andere aus Bochum. Sogar Norweger steuerten die Veranstaltung im Celler Nordkreis an. Nicht ganz so weit hatte es Wolfgang Ende mit seinem Chevy Van aus Kassel. Die Anreise verlief allerdings anders als geplant. Kurz vor Celle war an seinem Van der Keilriemen gerissen. Er flickte notdürftig mit einem Kabelbinder. "Jetzt wollen mir die Jungs helfen und gucken, ob sie noch so ein Teil haben", sagte Ende. Wenn nicht, muss er seinen Wagen wohl oder übel erst mal in Bollersen lassen. Denn mit Kabelbinder ist es bis Kassel ein bisschen zu weit.

Spektakulär war der 1953 Chevy Sedan 150 von Daniel Machon aus Hannover. Der Wagen musste per Anhäger gebracht werden, weil das gute Stück noch keinen TÜV hat. Dabei fährt der Wagen nach dreieinhalb Jahren Bauzeit endlich wieder, wie sein Besitzer verriet: "Ich kenne jeden Millimeter an dem Auto".