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Bergen Ortsteile Guter Start für Sülzer Apfelfest
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile Guter Start für Sülzer Apfelfest
17:56 15.09.2013
Viel Atmosphäre lag über den langen Tischen mit den Besuchern des Apfelfestes. Quelle: Udo Genth
Sülze

SÜLZE. Das Apfelfest fand am Sonntag am gleichen Datum wie das ehemalige Kartoffelfest statt, war aber keinesfalls ein „Abklatsch“. Im Mittelpunkt des Festes an der Saline im Sülzer Ortskern standen natürlich Äpfel in vielerlei Form. Mehrere Sorten wurden angeboten und erwiesen sich als Verkaufsschlager. Gleiches galt für den einheimischen Apfellikör, den Willy Eggelmann destilliert hatte. „Apfelschmalz“ als Brotaufstrich boten die Landfrauen an und lieferten für diese Mischung aus Apfelmus und Schmalz das Rezept gleich mit.

Dazu gab es gedeckten Apfelkuchen, der von Peter Rabe aus dem Steinofen in seinem nebenan gelegenem Hof gezogen wurde und sich einer regen Nachfrage erfreute.„Wir grenzen uns bewusst vom Kartoffelfest ab“, erläuterte Wolfgang Erler von den „Sülzern“, die das Fest konzipiert und schließlich organisiert hatten. Sie sind ein loser Zusammenschluss von Sülzer Einwohnern, die ihrem Ort zu mehr Attraktivität verhelfen wollen. Hinzu traten die Landfrauen und zwei Musikgruppen.

Ab 12 Uhr spielte der Posaunenchor Sülze, danach unterhielt das Blasorchester Salinia die Gäste. Die saßen an langen Tischen und ließen sich besonders die Kartoffelpuffer mit Apfelmus schmecken, die sich als unumstrittene „Renner“ erwiesen. Schlangen bildeten sich vor dem Stand, an dem die Puffer in zwei großen Pfannen frisch gebraten wurden. Derweil konnten sich Besucher im oberen Stockwerk des Salinenhauses anhand alter Fotografien und einem Film über die Historie Sülzes informieren.

„Wir kommen aus Celle und wollten eigentlich nach Hermannsburg“, erläuterte Carlo Perotti. In Sülze wären sie aber „hängengeblieben“, meinte seine Begleiterin Gudrun Brennecke, die das Apfelfest als „urig“ bezeichnete. Perotti selbst meinte: „Ich finde es einfach Klasse“. Mit dem Fahrrad kamen Gisela Weinreich und Hartmut Schult aus Bergen herüber. Ihr Urteil lautete knapp: „Gute Sache, gutes Ambiente“. Diese Beobachtung deckt sich mit der Wertung der Veranstalter. „Es war gut besucht, auf dem Platz war stets reger ‚Apfelverkehr‘“, lachte Marita Hemme.

Das erstmalig ausgerichtete Apfelfest steht möglicherweise am Anfang einer Tradition. Es ist familiärer und überschaubarer als das bisherige Kartoffelfest und hat eine eigene Atmosphäre. Darüber freuten sich „Die Sülzer“. Wilhelm Hemme als derzeitiger Sprecher der Gemeinschaft lud alle Interessierten zur Mitarbeit ein. (gen)

Von Udo Genth