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Bergen Ortsteile Höfe in Offen und Sülze ziehen viele Besucher an
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile Höfe in Offen und Sülze ziehen viele Besucher an
19:24 13.06.2016
Sülze

SÜLZE.Hauptanziehungspunkt waren die Kühe. Besonders junge Besucher betrachteten die Tiere und ihre direkte Umgebung ganz genau. Besonderes Interesse fand der „automatische Krabbler“, wie ein kleiner Junge die Massagerolle nannte. Nahezu umlagert waren ebenfalls die Stallungen, in denen Kälbchen gezeigt wurden. Eine Mädelsgruppe aus Offen bestaunte sie ausgiebig. „Die sind immer wieder süß“, sagte eine daraus, und alle Umstehenden nickten zustimmend.

Auf dem Hof waren nicht nur Kühe anzusehen, vielmehr nutzten Gemeinschaften wie etwa die Landfrauen, das Landvolk Celle und Imker die Gelegenheit, um Informationen zu geben. So erfuhren beispielsweise die Besucher, dass eine Kuh nur dann Milch gibt, wenn sie ein Kalb hat. Dann allerdings produziert sie täglich rund 22 Liter davon. Dass Melken, das heute mechanisch erfolgt, früher eine kraftraubende Arbeit war, konnte an einem improvisierten Melk-Trainer ausprobiert werden. „Da tun ja hinterher die Hände weh“, war mehrfach zu hören. Entspannter ging es an einem anderen Stand zu, an dem es beim Glücksrad-Drehen Äpfel, Kuchen oder weitere kleine Preise zu gewinnen gab.

Ganz stilecht übernahm ein Planwagen, der von einem Trecker gezogen wurde, den Taxi-Dienst vom Rabehof zum zweiten „Hof“, der Biogasanlage im Süden von Sülze. Hier zeigte Cord Otte, einer der Gesellschafter der dortigen „OtRa-Energie“, wie aus Biomasse Wärme und Energie erzeugt wird. „Wir produzieren im Jahr 7,8 Millionen Kilowattstunden“, erläuterte Otte. Die werden ins öffentliche Netz eingespeist und reichen aus, um rund 2500 Haushalte mit Strom zu versorgen. Durch die angekündigte Einschränkung der Förderung herrsche allerdings Unsicherheit bei den Betreibern. „Wir investieren nichts mehr, weil wir nicht wissen, wie es nun weitergeht“, sagte Otte.

Solche Sorgen hatten die Besucher auf dem Rabehof nicht. Sie entspannten sich bei Milch, Bier und Kartoffelpuffern, zu denen das Blasorchester „Salinia“ und der Spielmannszug Sülze die musikalische Umrahmung boten.

Von Udo Genth