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Bergen Ortsteile Neuer Blitzer an B3 in Hassel
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile Neuer Blitzer an B3 in Hassel
18:32 10.01.2017
Von Christopher Menge
Hassel

Eine Investition, die sich vermutlich lohnt. Schließlich spülen die Raser jedes Jahr eine Menge Geld in die Kassen des Landkreises. „Bis zum 6. Dezember gab es im Jahr 2016 insgesamt 42.408 Fälle von Geschwindigkeitsüberschreitungen“, sagt Harms, „die Einnahmen aus Buß- und Verwarngeldern für diesen Zeitraum belaufen sich auf 1,54 Millionen Euro.“ Diese fließen in den Gesamthaushalt und tragen dazu bei, die vielfältigen Aufgaben einer Kreisverwaltung erfüllen zu können. Von den erzielten Einnahmen werden nach Aussage von Harms stets auch Projekte zur Förderung und Erhaltung der Verkehrssicherheit finanziert.

Neben den Buß- und Verwarngeldern musste der Landkreis auch 868 Fahrverbote anordnen. Unter anderem traf es einen Autofahrer, der auf der Landesstraße 240 bei Hustedt mit 147 Kilometern pro Stunde unterwegs war – erlaubt ist dort Tempo 70. Ein Motorradfahrer wurde an der Bundesstraße 214 (Forsthaus Blum) mit 213 Kilometern pro Stunde in der 100er-Zone geblitzt. Die meisten Bilder macht allerdings der Starenkasten in Höhe Nienhorst an der neuen Bundesstraße 3 in Richtung Hannover. 2394 Mal blitzte es dort in diesem Jahr.

Neben diesen Geschwindigkeitsmessanlagen gibt es auch an der Bundesstraße 191 in Hornshof (beide Fahrtrichtungen), an der Landesstraße 298 bei Bergen (ebenfalls beide Fahrtrichtungen) und auf dem Wilhelm-Heinichen-Ring in Celle stationäre Blitzer. Dazu kommt Anfang Januar der Blitzer in Hassel an der B 3.

Der zweite Blitzer in Grünewald in Richtung Bergen wird ebenfalls abgebaut. „Er wird vorerst eingelagert und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt an einer anderen Gefahrenstelle aufgestellt“, sagt Harms. Zu schnell sollten die Autofahrer dort aber auch in Zukunft nicht fahren. Schließlich verfügt der Landkreis auch über zwei mobile Geschwindigkeitsmessanlagen, mit denen außerhalb des Pkws gemessen wird, und ein Auto, das mit Radartechnik Geschwindigkeitsmessungen aus dem Pkw heraus ermöglicht. „Ab 1. Januar wird aller Voraussicht nach ein weiterer Pkw mit Lasertechnik zur Geschwindigkeitsüberwachung eingesetzt werden können“, sagt Harms. Schon in diesem Jahr hatte der Landkreis ein Auto samt Lasermesstechnik für 90.000 Euro beschafft. 20.000 Euro flossen außerdem in die Modernisierung der Kameratechnik in den stationären Anlagen.