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Bergen Ortsteile "Raps ist wie Champagner für die Bienen"
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile "Raps ist wie Champagner für die Bienen"
09:54 08.05.2018
Von Christopher Menge
Quelle: Oliver Knoblich
Widdernhausen

Der Nindorfer Ortsteil Widdernhausen in der Stadt Bergen ist derzeit ein beliebter Anflugpunkt für Bienen – auf einer Fläche von etwa neun Hektar blüht dort der gelbe Raps. "Das ist das erste Mal seit Längerem, dass wir ihn angebaut haben", erzählt Landwirt Steffen Timme. "Der Raps passte gut in die Fruchtfolge." Daher wurde er am 25. August gedrillt. Für etwa drei Wochen blüht er jetzt und gibt den Bienen wertvollen Nektar.

"Die Bienen fliegen für Raps mehrere Kilometer", sagt der Hermannsburger Imker Hinnerk Völker, der sich freut, dass Landwirte und Imker heutzutage im Gespräch sind und sich austauschen. "Wichtig ist, dass man weiß, was für den anderen gut ist", sagt der Imker.

1454 Hektar Raps wurden im vergangenen Jahr im Kreis Celle angebaut. Im Vergleich zu Mais (12.141 Hektar), Kartoffeln (4304 Hektar) und Zuckerrüben (2800 Hektar) ist das Kreuzblütengewächs damit keine Hauptkultur – aber bei Bienen so beliebt. "Das ist der Champagner für die Bienen", sagt Alexander Burgdorf vom Celler Landvolk. "Wenn es beispielsweise im Alten Land Raps geben würde, gebe es ein Problem – die Apfelbäume würden nicht bestäubt werden." Im Rahmen der Aktion "Celle blüht auf" ist das Landvolk Celle Partner der Celleschen Zeitung.

"Die Blühstreifen sind die zweite Runde für die Bienen nach der Raps- und vor der Heideblüte", sagt Burgdorf. Dabei lobt er nicht nur die Initiative vieler Bürger aus dem Landkreis Celle, die sich die Saattüten bei der CZ besorgt haben und ihre Gärten aufblühen lassen, sondern berichtet auch, dass sich die Anzahl der von den Landwirten angelegten Blühstreifen im Kreis Celle seit 2012 verfünffacht hat. 454 Hektar gab es im vergangenen Jahr – zur Freude der Bienen.

"Jeder kleine Schritt zählt", sagt Landwirt Timme mit Blick auf die Aktion "Celle blüht auf". Der entscheidende Unterschied sei aber, dass er den Raps mit einem wirtschaftlichen Hintergrund angebaut habe. Schließlich soll aus den Früchten möglichst viel Öl gewonnen werden. Die Interaktion zwischen den Bienen, die ihren Nektar finden, und den Pflanzen, die bestäubt werden, ist somit für alle gewinnbringend.

Trotz des Einsatzes der Bienen könnte die Raps-Ernte allerdings nicht so üppig wie erhofft ausfallen. Nachdem es Anfang März schon einmal richtig warm war, gab es nochmal Minustemperaturen. Viele Knospen gingen durch den Frost kaputt. "Wir hoffen, dass die Nebenzweige noch etwas bringen", sagt Timme.

Was der Anbau wirtschaftlich gebracht hat, wird sich dann nach der Ernte im August zeigen. Je besser der Ertrag ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Widdernhausen auch 2019 wieder ein beliebtes Anflugziel ist – nämlich dann, wenn dort wieder der gelbe Raps blüht.

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