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Bergen Ortsteile Sülzer Kirchengemeinde feiert am Sonntag letzten „Vitamin G“-Gottesdienst
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile Sülzer Kirchengemeinde feiert am Sonntag letzten „Vitamin G“-Gottesdienst
20:39 27.10.2016
Von Christopher Menge
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Sülze

SÜLZE. „Alles hat seine Zeit“, sagt Pastor Sören Bein, „das ist auf der einen Seite traurig, aber es ist Realität.“ Viele hätten geschockt und ungläubig reagiert, als innerhalb der Kirchengemeinde Sülze bekannt wurde, dass das Vorbereitungsteam sich entschlossen hatte, „Vitamin G“ nicht mehr weiterzuführen. Bei näherem Hinsehen entpuppte sich die Entscheidung aber als folgerichtig. Es hatte sich gezeigt, dass die Zahl der Besucher – insbesondere der Kinder – stetig zurückgegangen war. Von anfangs 250 bis 300 Gästen kamen zuletzt manchmal kaum 100, was für eine Gottesdienstreihe mit derart intensiver Vorbereitungszeit einfach zu wenig ist. Nicht selten waren 20 Personen mit den Vorbereitungen beschäftigt, von Band- und Theaterproben über die Abendbrotplanung bis zur Gestaltung des Kinderprogramms. Ohne Bitterkeit hat das Team festgestellt, dass der Neuigkeitswert offenbar verbraucht war.

„Das Format hat auch die 20- bis 50-Jährigen angesprochen, die sonst in der Kirche fehlen“, sagt Bein, „aber irgendwann setzt Gewöhnung ein. Der Anreiz geht abhanden.“ Er sagt das allerdings mit einem positiven Unterton, denn im Hinterkopf hat er schon neue Ideen. „Gott hat bestimmt noch viele neue Pfeile in seinem Köcher“, sagt Bein überzeugt. „Man muss einfach mal den Mut haben, ein Angebot sterben zu lassen.“ Auch der Kirchenvorstand ist zuversichtlich, dass nach einer kreativen Pause etwas Neues entsteht, um Menschen für den Glauben zu erreichen – über das traditionelle Programm hinaus.

„Wir sind in der kreativen Phase und lassen die Gedanken langsam wachsen“, sagt Bein. Erstmal richtet sich sein Blick aber auf den letzten „Vitamin G“-Gottesdienst, zu dem Pastor Renald Morié aus Reinstorf kommen wird, um die Predigt zu halten. Für die Kinder gibt es ein eigenes Programm. „Die Veranstaltung ist offen und richtet sich in Absprache mit den umliegenden Gemeinden an Interessierte aus der ganzen Region“, sagt Bein, „es wird auch ein paar Überraschungen geben.“ Einen Wunsch hat er dabei: „Ich hoffe, dass die Hütte noch einmal richtig voll wird.“