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Bergen Ortsteile Verantwortungsvoller Umgang mit dem Pferd
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile Verantwortungsvoller Umgang mit dem Pferd
18:44 18.05.2014
Für die jüngsten Besucher war gestern eine Runde auf Pferd oder Pony über das Gelände des Heideguts Eschede ein Abenteuer. Quelle: Joachim Gries
Huxahl

In dem 2003 gegründeten Reitstall leben die Tiere in Gruppen, sie können jederzeit in den Stall gehen, haben immer Stroh zum Knabbern. Und sie bewegen sich nicht nur beim Reiten, sondern auch auf der Koppel und eben auf dem Hof. Dort wurde gestern auch Shettyland, ein neuer Bereich für die Ponys in Betrieb genommen.

Als Kind mit dem Reiten zu beginnen, sei optimal, sagt Brügmann, aber es gäbe auch viele, die erst später begännen. Ihr ältester Reitschüler sei 70 gewesen. Man stimme den Reitunterricht individuell ab und suche auch das Pferd aus. Auf dem Hof leben alle Größen vom Pony bis zum Kaltblut. Das verglich die Trainerin mit einem Lkw: er lasse es langsam und behäbig angehen. Über 100 Reitschüler hat Rider‘s Garden zurzeit, darunter ganz viele Jugendliche.

Ärgerlich, dass er gerade in Strömen goss, als die Westernreiter auf dem Reitplatz die Quadrille zeigten. Den Pferden machte das nicht viel aus. Die Reiter und vor allem die Zuschauer warn von dem Guss nicht so angetan.

In Eschede stellte sich das Heidegut zusammen mit den Mitgliedern seines Reit- und Fahrvereins den Besuchern vor. Auch hier war Ponyreiten für die Jüngsten der große Renner. Die Ställe mit den Boxen standen offen, hier finden 60 Pferde Platz, darunter 25 eigene. Jedes Pferd habe sein eigenes Geschirr und seinen eigenen Sattel, damit nichts drücke und zwicke und es dem Tier gutgehe, erläutert Klaus-Dieter Schlottau. Auch eine „Wellness-Oase“ steht die Pferden zur Verfügung, nach der Wäsche auf einen Innen-Waschplatz kann das Pferd gefönt, bei Verspannungen oder Erkältungen mit Infrarot- oder Ultraviolettlicht unter einem höhenverstellbaren Lichtfluter behandelt werden.

Knapp 100 Mitglieder hat der Verein, der 1993 gegründet wurde. Etwa 80 sind aktive Reiter. Ein bis zwei Mal kommen die Kinder und Jugendlichen zum Unterricht und lernen dabei, dass sie mit dem Tier verantwortungsvoll umgehen müssen. Dreimal am Tag haben die Pferde Hunger und sie müssen gepflegt werden. Für die Eltern sei es ein gutes Gefühl, wenn sich ihre Kindern mit den Pferden beschäftigen, sagt Iris Schlottau-Blume. Und inzwischen kämen schon die Kinder der Eltern, die selbst auf dem Heidegut reiten lernten, ergänzt ihr Mann.

Tochter Marie-Louise Schlottau, die als Reitlehrerin sowie als Pferdewirtschaftsmeisterin in Zucht und Haltung ausbilden kann, zeigt in der Halle einen Einblick in den Unterricht. Hier kann im Winter oder bei schlechtem Wetter geritten und gesprungen werden.

Von Joachim Gries