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Bergen Stadt 18-Jährige liegt tot in fremdem Haus – Mordkommission ermittelt in Bergen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt 18-Jährige liegt tot in fremdem Haus – Mordkommission ermittelt in Bergen
18:36 22.03.2018
Im Garten stehen zwei Zelte, Polizei und THW sind im Einsatz. In Bergen wurde in diesem Haus eine junge Frau tot aufgefunden. Quelle: Christian Link
Bergen Stadt

Eigentlich ist es eine ruhige Wohngegend in Bergen. Viele Einfamilienhäuser mit großen Gärten drumherum stehen in Reih und Glied. Vor einem der Häuser stehen jetzt viele Autos. Polizeiwagen, Lkw des Technischen Hilfswerkes (THW). Am Gebäude sind fast alle Rollläden heruntergelassen, ein Fenster ist nur halb verdunkelt. Man erkennt im Fenster die Spitzen eines Papiersterns.

Donnerstagmorgen fanden Polizeibeamte eine junge Frau tot im Erdgeschoss des Wohnhauses am Stadtrand auf. Bei der Dienststelle in Bergen war der anonyme Anruf eines Mannes eingegangen, der den Beamten von der toten Frau berichtete. „Der Leichnam wies Spuren auf, die zunächst einmal auf ein Gewaltdelikt schließen lassen“, sagte Thorsten Wallheinke, Pressesprecher der Polizei Celle. Die Staatsanwaltschaft Celle ermittelt wegen des Verdachts auf Totschlag, die Polizei hat inzwischen eine Mordkommission eingerichtet.

Im Laufe des Tages stellte sich dann heraus, dass es sich bei dem Opfer um eine 18-jährige Frau aus dem Landkreis Celle handelt, die selbst nicht in dem Haus gewohnt hat. Unklar war, wie sie dort hinein gekommen ist. Denn die Bewohner, eine siebenköpfige Familie aus der Ukraine, sind zurzeit bei Verwandten im Ausland zu Besuch. Ob es sich bei dem Anrufer, der die Polizei informiert hat, um den Täter handelt, konnte die Polizei nicht bestätigen. Sie schrieb ihn gestern zur Fahndung aus.

Vor der Terrassentür steht ein weißes Zelt. Mitarbeiter des THW laufen hin und her, im Garten bauen sie ein weiteres, beheiztes Zeit auf. Im Haus arbeiten die Beamten der Spurensicherung auf Hochtouren, bestätigt ein Polizist vor Ort.
Die Nachbarn in der Siedlung halten sich zurück, bleiben in ihren Häusern. Draußen zeigt sich so gut wie niemand. Nur ab und zu ist hinter den Fenstern ein Schatten zu sehen. Ein älterer Mann, der im Haus um die Ecke wohnt, wirft Zigarette rauchend einen Blick in die Straße mit den Polizeiwagen. „Da wohnt eine Familie, die aus der Ukraine kommt“, erzählt er. „Mann, Frau und fünf Kinder, glaube ich. Die haben das Haus gemietet.“

Der Vermieter erfuhr Donnerstagmittag von dem Leichenfund in seinem Haus. „Mein Sohn hat mich auf der Arbeit angerufen, dann bin ich sofort dahingefahren. Aber die lassen niemanden rein“, sagt er. Wer die Tote sein könnte, ist ihm ein Rätsel. Mit seinen Mietern hatte er am Donnerstag keinen Kontakt: „Ich habe von der Familie nichts gehört.“

Mit ersten Ermittlungsergebnissen ist vielleicht schon heute zu rechnen, wenn das Resultat der Obduktion vorliegt, die bereits gestern Nachmittag begonnen wurde. Polizeisprecher Thorsten Wallheinke: „Wir gehen einigen Hinweisen nach, einige davon sind vielversprechend.“

Von Jürgen Poestges und Christian Link

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