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Bergen Stadt Abriss der Berger Twin Towers läuft nach Plan (mit Bildergalerie)
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Abriss der Berger Twin Towers läuft nach Plan (mit Bildergalerie)
14:37 03.08.2018
Von Christopher Menge
Quelle: Hartwig Braun
Bergen Stadt

"Bauschutt, Beton und Metall werden separiert", sagt Bauleiter Gunther Ellerbroek von ATR Abbruch-Transport-Recycling aus Sottrum. Etwa zwei bis drei Wochen werde das noch dauern. "Dann sind die Fundamente dran – die machen die meiste Arbeit", sagt Ellerbroek. Seine Firma managt den kompletten Rückbau der beiden achtstöckigen Häuser. Wenn die Fundamente aus dem Boden raus sind, wird die Baugrube mit Sand verfüllt", erklärt der Bauleiter, der überrascht war, dass in den Häusern so wenig Stahlbeton vorhanden war. Stattdessen war Kalksandstein verbaut, der beim Abriss mal mehr, mal weniger bricht.

Mit seinem Bagger zerkleinert Michael Schlüter Betonbrocken. Die Stahlarmierung und der Beton werden anschließend getrennt. Währenddessen fährt der zweite Bagger-Fahrer auf der Baustelle an der Danziger Straße, Stephan Nietschke, zum Nachtanken. Pro Betriebsstunde verbraucht sein Bagger etwa 30 Liter Dieselkraftstoff. Von den sogenannten Berger Twin Towers, die man schon von der Bundesstraße 3 aus Richtung Soltau kommend sehen konnte, ist kaum noch etwas übrig. Der nördliche Turm ist komplett verschwunden, vom südlichen sind noch knapp eineinhalb der acht Stockwerke zu sehen.

Ausgedient hat inzwischen der 30 Meter lange Longfront-Arm, mit deren Kneifer die Wände, Decken und Böden Stück für Stück herausgerissen wurden. In dieser Woche kamen nur noch kurze Arme zum Einsatz.

"Wir liegen voll im Zeitplan", sagt Frank Bührmann vom Bauamt der Stadt Bergen, der die Zusammenarbeit mit der Baufirma ausdrücklich lobt. Spätestens Ende April soll der Abbruch beendet sein. Derzeit liefen Gespräche, wie verhindert werden kann, dass es zu großen Schwingungen kommt, wenn die Fundamente aus dem Boden geholt werden. Währenddessen arbeitet Jan Thomas an der Nachnutzung des Grundstücks. "Dabei sollen die Bürger mitgestalten können", so der Bauamtsleiter.