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Bergen Stadt Bahnverbindung von Bergen nach Soltau?
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bahnverbindung von Bergen nach Soltau?
17:31 27.06.2012
Von Christoph Zimmer
Wird der Bahnhof in Bergen wieder aus dem Dornrˆschen-Schlaf aufgeweckt? Quelle: Udo Genth
Bergen Stadt

"Wenn nur auf diesem Abschnitt ein Pendelverkehr geschaffen würde, würde das die entstehenden Kosten erheblich senken", sagte von Meding. Von einer Bahnanbindung nach Norden verspricht sie sich, dass "Bergen auch für Touristen wieder attraktiver" wird. "Bislang sind wir, wenn ich nach Bremen oder Hamburg schaue, eigentlich ganz abgeschnitten." Auf den Schienen werden im Augenblick nur Güter transportiert.

Vor allem "ältere Menschen, die gerne mit ihrem Fahrrad einen Tagesausflug machen und dabei den Zug nutzen wollen, würden von diesem Angebot angesprochen werden", ist sich von Meding sicher. Das gelte für die eine, aber auch für die andere Fahrtrichtung. "Soltau ist auch eine schöne Stadt." Darüber hinaus würden Schüler, die keinen Führerschein haben, die Möglichkeit haben, "bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz auch einmal über die Grenzen der Stadt hinaus gucken zu können". Für sie ist es wichtig, dass diese Gedanken im Gespräch bleiben. "Wenn es die Chance gibt, Bergen an das Schienennetz anzuschließen, müssen wir darüber reden."

Dazu müsste aber nicht nur das Gleisbett aufgewertet werden. Bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen geht man derzeit von Kosten in Höhe von einer Million Euro pro Kilometer aus, um die Strecke von Soltau nach Bergen wieder für den Personenverkehr auszubauen. Alleine von Bergen nach Soltau wären das schon mehr als 20 Millionen Euro. Bei einem Schienenverkehr von Soltau nach Celle wären die Kosten annähernd doppelt so hoch.

Allerdings müsste nicht nur das Gleisbett für den Personenverkehr aufgewertet werden. Bergen bräuchte auch einen Bahnhof, der barrierefrei ist und einen Wetterschutz hat. Augenblicklich sieht der Bahnhof so aus, als wäre er barrierefrei dem Wetter überlassen worden. Hinzu kommen die laufenden Kosten, die laut Behörde nur mit knapp vierzig Prozent durch den Ticketverkauf getragen würden. Den fehlenden Betrag würde die niedersächsische Landesnahverkehrsgesellschaft ausgleichen. Dafür stehen allerdings nur begrenzt Gelder zur Verfügung. Sollten bei der Neuverteilung der Regionalisierungsmittel 2015 weitere Gelder dazukommen, werde man die Reaktivierung der Strecke prüfen, kündigte die Behörde an.