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Bergen Stadt Begegnungsstätte Bergen am Stadthaus?
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Begegnungsstätte Bergen am Stadthaus?
22:59 03.08.2018
Von Christopher Menge
Wo soll das Millionenprojekt "Internationale Begegnungsstätte" realisiert werden? In der Politik werden verschiedene Ideen favorisiert. Quelle: Ulrich Frassl
Bergen Stadt

"Das Stadthaus als Veranstaltungszentrum hätte ausreichend Parkplätze", sagt Martin Hildebrandt, Pressesprecher der FDP Bergen. "In Verbindung mit dem Restaurant und Hotel Desperado könnte mit notwendigen Um- beziehungsweise Neubauten ein gelungenes Ensemble im Herzen der Stadt gebildet werden." Nach Informationen der FDP sei der Besitzer des „Desperado“ bereit, die Funktion des Betreibers zu übernehmen. "In diesem Zusammenhang sollte auch der Versuch gemacht werden, das leer stehende Haus Speckhahn in das geplante Projekt mit einzufügen", so Hildebrandt.

Die Stadtentwicklungskommission berate und diskutiere das Projekt, sagt der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtrat, Walter-Christoph Buhr. Seine Fraktion bevorzuge einen Standort, der zentral gelegen ist und im besten Fall im Stadtentwicklungsgebiet liegt. "Die Stadt Bergen hat den Auftrag bekommen, eine Matrix zu entwickeln, die die Vor- und Nachteile eines Standortes aufzeigt."

Erste Ergebnisse will die Verwaltung Anfang September präsentieren, wie der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Frank Juchert, auf CZ-Anfrage mitteilte. Den politischen Gremien sollen dann mögliche Standorte vorgestellt werden. Zudem sei auch ein Bürgerdialog geplant.

Gegenwind für die Verwaltung gibt es schon vorab von den Grünen: "Wir sind nicht mit der offensichtlichen und voreiligen Festlegung der Stadtverwaltung auf das Gebiet der ehemaligen NAAFI/Stadtpassage einverstanden", betont der Fraktionsvorsitzende Jürgen Patzelt. "Daher bringen wir dem WG-Vorschlag Sympathie entgegen." Bei dieser Lösung seien Synergieeffekte mit dem Seminar-Hotel Schulz denkbar. "Gegen diesen Standort spricht, dass er nicht mehr im Sanierungsgebiet des Ortskerns Bergen liegt – das wäre aber gegebenenfalls verschmerzbar", so Patzelt. Auf jeden Fall müssten alle Vorschläge geprüft werden, um den geeigneten Standort zu finden.

Während der Ortsrat nach Aussage von Ortsbürgermeister Virendra Singh nach wie vor der Meinung ist, dass zunächst der Betreiber ermittelt werden sollte, bevor der Standort festgelegt wird, ist die SPD-Ratsfraktion der Meinung, dass die Entscheidung über den Standort der IBB dringend getroffen werden muss. "Sie steht am Anfang einer Reihe von Entscheidungen, die andere wichtige Entscheidungen wie den eventuellen Umzug des Gemeindezentrums und den möglichen Standort eines Discounters nach sich zieht", sagt der Fraktionsvorsitzende Rüdiger von Borcke.

Nicht beteiligen möchte sich die AfD-Fraktion in der jetzigen Phase an der "Kaffeesatzleserei", da es auch um das nähere städtische Umfeld gehe. "Wir werden den weiteren Prozess sehr kritisch begleiten", so der Vorsitzende Michael Telkemeyer.