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Bergen Stadt Begeisterndes Weihnachtskonzert in zwangloser Atmosphäre
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Begeisterndes Weihnachtskonzert in zwangloser Atmosphäre
01:48 09.08.2018
Die Bergener Chˆre im gemeinsamen Konzert mit dem Celler Kammerorchester. Quelle: Rolf-Dieter Diehl
Bergen Stadt

Zusätzlichen Reiz erhielt das Konzert dadurch, dass die rund 350 Gäste im voll besetzten Saal interaktiv mit eingebunden wurden. Bei populären Liedern von „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ bis „O Tannenbaum“ machten sie lauthals hörbar, wie beliebt das gemeinsame Singen gerade zur Weihnachtszeit auch heute noch ist.

Mit Vivaldis d-moll-Oboenkonzert hatte das Celler Kammerorchester unter der Leitung von Eckhard Pohl den Weg für die festliche Musik dieses Abends in die Herzen des Publikums geebnet. Vornehme Zurückhaltung bei den Verzierungen und der Wahl der Tempi sowie die treffliche gesangliche Artikulation der Solo-Oboen sorgten von Beginn an für eine feierliche und doch zwanglose Atmosphäre. Beste Voraussetzungen für die Chöre, mit begleitender Unterstützung eben dieses Orchesters und dazu mit offensichtlichem Vergnügen unter der Leitung von Jutta Fette-Floßdorf neben geistlichen Kantaten und Motetten auch eingängige Chorsätze aus der internationalen Weihnachtsliteratur darzubieten. Durch das reich nuancierte Spiel der begleitenden Instrumente wurden die mit ihrer großen dynamischen Bandbreite begeisternden Chöre wirkungsvoll bereichert. Mit Esprit und Emphase gesungen, wurden etwa Silchers „Es waren Hirten...“ und Maierhofers „Machet die Tore weit“ zu üppig farbigen, die Fantasie beflügelnden Tongemälden. Und der von Kantorin Angela Morgenroth dirigierte Kinderchor sorgte mit Krippenspiel-Szenen („Maria, halt’ durch!“) und Chorälen wie „Gloria in excelsis Deo“ für zusätzliche Begeisterung im Publikum.

Mit dem von Chören und Zuhörern gemeinsam gesungenen Ohrwurm „O du fröhliche“ ging ein stimmungsvoller und anregender Konzertabend, der die Hektik und Geschäftigkeit dieser Tage für zwei Stunden vergessen ließ, schließlich nach Meinung aller Beteiligten viel zu schnell zu Ende.

Von Rolf-Dieter Diehl