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Bergen Stadt Bergen: Berliner investieren 20 bis 25 Millionen Euro
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bergen: Berliner investieren 20 bis 25 Millionen Euro
17:02 28.05.2015
Die CESA Investment GmbH & Co.KG hat rund 560 Wohnungen in Bergen von der Euwobau  gekauft.   Quelle: Tore Harmening
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Und nicht nur das. Wie Kai Winterhoff, Geschäftsführer der Winterhoff Immobilien GmbH in Hermannsburg sagte, hat CESA nicht nur die ursprünglich angebotenen 450, sondern sogar den kompletten Bestand der Euwobau, rund 564 Wohnungen gekauft.

Winterhoff hat das Geschäft eingefädelt. Er schätzt den neuen Eigentümer als „richtigen Fachmann ein, der die Wohnungen auch weiter vermieten will.“ Wie genau das funktionieren soll angesichts des Britenabzuges und der demografischen Entwicklung hat CESA noch nicht erklärt. Die Gesellschaft beziffert ihr Engagement auf 20 bis 25 Millionen Euro – eine deutlich höhere Summe als die am Anfang in Rede stehenden 14 Millionen Euro für die ursprünglich rund 450 Wohneinheiten. Die Summe sei vorgesehen „für Ankauf, Sanierung und Investitionen“, wie eine Sprecherin der Gesellschaft ausführte.

Laut Winterhoff sind aber Sanierungen im großen Umfang aus seiner Sicht nicht notwendig. „Die Wohnungen sind laufend modernisiert worden“, sagt Winterhoff. Auch die Substanz der Gebäude, die Ende der 60er Jahre und Anfang der 70er Jahre errichtet wurden, sei intakt.

Positiv wird sich sicherlich die Ansiedlung des neuen Panzerbataillons in der benachbarten Kaserne auf den Berger Mietmarkt bemerkbar machen. Allerdings war das zum Zeitpunkt des Kaufes noch nicht klar, hat also für die Entscheidung von CESA wenn überhaupt eine untergeordnete Rolle gespielt.

Ein Projekt könnte mit dem Kauf der Wohnungen in der Schublade verschwinden: das Demenz-Zentrum. Dieses hatte die Euwobau mit breiter Unterstützung des Berger Rates im Bereich der Memeler Straße angeschoben. „Wir verfolgen das Projekt zunächst weiter“, sagt Bergens Bürgermeister Rainer Prokop. Der Investor wolle die Lage erst einmal analysieren. Vom Ansatz her gebe es aber Interesse.

Generell ist er, was den Käufer angeht, vorsichtig optimistisch. „Nach dem, was wir wissen, ist das eine seriöse Firma mit gutem Ruf“. Letztlich werde sich dann aber erst in weiteren Gesprächen zeigen, was mit den neuen Inhabern entwickelt werden könne.

Von Tore Harmening