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Bergen Stadt Bergen kauft im Ortskern ein
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bergen kauft im Ortskern ein
16:56 04.02.2015
 Bergen verhandelt derzeit mit den Inhabern der Stadtpassage und dem Naafi-Gebäude über einen Verkauf. Quelle: Benjamin Westhoff
Bergen Stadt

Doch jetzt könnte wieder etwas mehr Leben in diesen Bereich einziehen, denn die Stadt will über ihre Entwicklungsgesellschaft (SEB) diese beiden Gebäude kaufen und die Verhandlungen sind inzwischen weit gediehen. „In einem Fall sind die Verträge unterschriftsreif, bei dem anderen Grundstück gibt es ein Grundgerüst. Dort sind allerdings noch einige Dinge zu regeln und es fehlt ein Beschluss der Politik”, sagt Prokop.

Sollte die Stadt beide Areale übernehmen, hätte die Stadt als Besitzer Mitspracherecht und könnte die Entwicklung vorantreiben. Denkbar und oft diskutiert wurde an dieser Stelle die Einrichtung eines Supermarktes. Prokop teilte auf Nachfrage mit, dass es dazu einen neuen Anlauf gebe, wollte aber zunächst erst einmal die Vertragsunterzeichnung abwarten.

Zustimmung für den Kauf gab es vom Gewerbeverein. „Das wäre eine Superentwicklung, weil dann einige Hindernisse im Kernort beseitigt werden könnten”, sagt der Vorsitzende Hermann Hiestermann. Er stellt sich vor, dass der Parkplatz an der Passage, der derzeit ein Wohnmobilstellplatz ist, wieder seine ursprüngliche Bestimmung bekommt. „Es ist verständlich, dass der jetzige Besitzer diese Variante für sich gewählt hat, aber diese Plätze kämen dann wieder dem Kernort zugute”, so Hiestermann. Zudem würde er eine Ampel an der Ausfahrt neben der Sparkasse begrüßen, weil die Verkehrsführung dann übersichtlicher ist.

In Bezug auf die Idee mit dem Supermarkt schlagen zwei Herzen in seiner Brust. „Als Besitzer eines Geschäftes im Kernort kann ich mir einen Supermarkt als Frequenzbringer dort gut vorstellen, als Gewerbevereinsvorsitzender sehe ich allerdings, dass ein solcher Markt Konkurrenz für unsere bereits bestehenden Anbieter wäre”, sagt Hiestermann.

Zumal die Kaufkraft in Bergen demnächst abnehmen wird, weil die Aufstellung eines Panzerbataillons kaum die abziehenden britischen Truppen ersetzen kann. Hiestermann begrüßte jedoch die Entwicklung bei der Bundeswehr. „Das ist schon sehr gut, allerdings muss man zunächst sehen, wie groß der Effekt ist, weil viele Soldaten ihre Familien nicht mit hierherbringen, sondern eher pendeln beziehungsweise von Montag bis Freitag vor Ort sind”,so Hiestermann. Mehr versprechen sich die Gewerbetreibenden von dem Verkauf der Wohnungen der Lindhorst-Gruppe. Insgesamt sollen 170 Wohnungen auf den Markt kommen. „Das könnte sich auch noch einmal positiv auf die Einwohnerzahl auswirken”, sagt Hiestermann.

Von Tore Harmening