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Bergen Stadt Bergen krempelt Hortbetreuung um
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bergen krempelt Hortbetreuung um
05:29 08.08.2018
Bergen Stadt

Die Hortbetreuung in Bergen wird umgekrempelt. „Weil wir inzwischen die Ganztagsbetreuung haben, sind bestimmte Angebote deutlich weniger nachgefragt. Dafür gab es Interesse an Betreuung in den Ferien“, sagte Bergens Bürgermeister Rainer Prokop. Diese soll jetzt angeboten werden. Vorgesehen ist eine Betreuung von je einer Woche in den Oster- und Herbstferien und drei Wochen in den Sommerferien. Hier sollen zwei Gruppen mit je zwölf Kinder betreut werden.

Eine Gruppe soll dabei vornehmlich den Kindern vorbehalten sein, die auch andere Betreuungszeiten der Schulkinderbetreuung in Anspruch nehmen. Die Gruppe wird laut dem Beschluss mit Kindern aufgefüllt, die nur in den Ferien kommen. Die andere Gruppe ist für alle Grundschulkinder zugänglich. Das Angebot kann wochenweise gebucht werden und enthält ein Mittagessen, das laut der Stadt schon einen Gegenwert von 15 Euro hat.

Wichtig ist den Verantwortlichen, dass die Ferienbetreuung in den Sommerferien keine Konkurrenz zum Ferienpass der Stadt Bergen darstellt. Anders als in anderen Kommunen werden deshalb keine großen Ausflüge angeboten. Die Betreuung soll eher wie die klassische Hortbetreuung sein. Die Eltern müssen für diese Ferienbetreuung 50 Euro pro Woche zahlen.

Nicht mehr angeboten werden soll in der Schulzeit hingegen ein Frühdienst. Wie die Verwaltung berichtete, kann die Kindertagesstätte Neuer Weg diese Aufgabe nicht mehr leisten, weil die Eltern der Kita-Kinder diesen Dienst immer stärker nachfragen würden. Ein eigenes Angebot durch die Mitarbeiterinnen des Hortes, die vornehmlich in den beiden Ganztagsschulen eingesetzt sind, sei vom Stundenumfang nicht mehr möglich. Zudem gebe es derzeit nur noch vier Hortkinder, die den Frühdienst in Anspruch nehmen würden. Daher sei ein Betreuungsangebot nicht mehr angemessen, argumentiert die Verwaltung.

Bei der Politik kam diese Argumentation aber nur bedingt an. Im Ausschuss für Kindertagesstätten herrschte Einigkeit, dass dort geschaut werden muss, ob dieses Angebot nicht weiter nötig ist. Auch Bürgermeister Prokop sagte, dass man nachjustieren werde, sollte der Bedarf sich ändern.

In der Schulzeit gibt es künftig zwei Modelle der Betreuung, unter denen die Eltern wählen können. Das erste geht von Montag- bis Donnerstagnachmittag nach der Ganztagsschule von 15.45 Uhr bis 17 Uhr. Sie soll künftig 25 Euro pro Monat kosten. Im zweiten Paket können die Eltern den Freitag von 12.45 Uhr bis 16 Uhr und an Brückentagen sowie teilweise Weihnachtsferien und ähnliches ab 7.30 Uhr ganztägig buchen. Dieses Angebot soll monatlich 20 Euro kosten. Tore Harmening

Von Tore Harmening