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Bergen Stadt Bergen richtet Infostelle für Senioren ein
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bergen richtet Infostelle für Senioren ein
18:51 09.08.2018
Bergen Stadt

Eine Anlaufstelle für Senioren, aber vorerst keinen eigenen Beirat. Mit dieser Lösung hat sich die CDU im Berger Rat nach zwei Jahren Beratung in den Gremien durchgesetzt. FDP und WG schlossen sich den Christdemokraten an.

Die Beratungsstelle soll im Familienbüro angesiedelt werden. Damit auch ein optischer Bezug erkennbar ist, sollte die Bezeichnung auf Familien- und Seniorenbüro erweitert werden. Die Verwaltung erwartet zunächst keine höheren Kosten.

Die SPD war sauer über die Ablehnung ihres Antrages für einen Seniorenbeirat. „Wir sind enttäuscht und verärgert, dass die CDU einen Beirat ablehnt, nachdem wir zwei Jahre diskutiert haben“, sagt der Fraktionsvorsitzenden Rüdiger von Borcke. Die jetzt beschlossene Anlaufstelle sein eine „Minimalösung“. Seine Parteikollegin Annette von Pogrell stieß sich an einer Aussage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Eckhart Borges, der im Verlauf der Diskussion gesagt hatte, es geben genügen Freizeiteinrichtungen und Vereine. „Sie verkennen das Wesen eines Beirates. Es geht nicht um Freizeitgestaltung, sondern aktive Mitarbeit an Entscheidungsprozessen im Sinn der älteren Mitbürger“, sagt von Pogrell.

Hans-Dieter Heine (CDU) verteidigte hingegen die Entscheidung. „Die Darstellungen der Seniorenbeiräte aus Celle und Munster haben uns gezeigt, dass wir die Probleme, die dort auftreten, hier nicht haben“, sagt Heine. Es gebe genügend Angebote für die Senioren und der Bedarf nach einem Beirat sei nicht vorhanden. „Wir machen jetzt zunächst diese abgespeckte Version ihres Antrages und wenn das nicht reicht, werden wir noch einmal darüber reden“, sagte Heine und ließ damit Luft nach oben.

Auch FDP und WG fanden einen Beirat zu viel. „Ich weiß nicht, ob man den Senioren so ein formalistisches Gremium zumuten soll“, sagt die FDP-Fraktionsvorsitzende Gabriele Hildebrandt. Und Wolfgang Gallasch von der WG ergänzte, dass man ja klein anfangen und bei Bedarf erweitern könne.

Von Tore Harmening