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Bergen Stadt Bergen saniert Wirtschaftswege
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bergen saniert Wirtschaftswege
21:23 06.08.2018
Bergen Stadt

Die Stadt Bergen wird in den kommenden drei Jahren mindestens vier Wirtschaftswege sanieren. Der Hoch- und Tiefbauausschuss brachte dieses Projekt in der jüngsten Sitzung auf den Weg. Grund für die überraschende Entscheidung ist die Bereitstellung von Fördermitteln durch die Landesregierung. Saniert werden sollen im ersten Schritt die Wege zwischen Wohlde und Huxahl und bei Salzmoor sowie ein Teilstück zwischen Huxahl und Diesten. Der erste Weg soll brutto rund 205.000 Euro kosten, der zweite deutlich kürzere Weg 45.000 Euro, der dritte 95.000 Euro. Die Stadt würde dafür möglicherweise eine Förderung von 53 Prozent bekommen.

Karlheinz Krüger vom Bauamt der Stadt Bergen ließ keinen Zweifel daran, dass die Wege aus seiner Sicht unbedingt angefasst werden müssen. „Der Weg Richtung Salzmoor müsste auch ohne Förderung gemacht werden. Gerade in der Winterzeit entsteht immer wieder Versatz, so dass für Radfahrer Sturzgefahr besteht“, so Krüger. Ebenso sei es bei dem Weg zwischen Wohlde und Huxahl. Beim Everser Weg will die Verwaltung nur das Teilstück machen, das wirklich kaputt ist, weil sonst Landwirte mitbezahlen müssten, die gerade erst bei Straßenprojekten herangezogen worden sind. „Wir möchten da Härten vermeiden“, sagt Krüger.

Für das kommende Jahr will die Stadt auch noch den Weg von Bollersen nach Salzmoor zur Förderung anmelden. Ob alle Wege wirklich gefördert werden, ist unklar. „Gerade bei dem kurzen Teilstück Salzmoor hat Krüger da so seine Zweifel. „Der Weg entspricht nicht genau den Richtlinien, weil er vergleichsweise wenig Flächen erschließt“, sagt er. Anders sieht die Sache bei den anderen Projekten aus. Diese werden nämlich auch touristisch genutzt und haben einen hohen Erschließungsgrad, was sie zu guten Kandidaten macht.

Allerdings rechnet sich das Bauamt gute Chancen aus, weil der Stichtag für die Förderung sehr zeitnah war und nicht jede Kommune diesen Termin geschafft haben dürfte. „Wir haben da jetzt sehr viel eigene Arbeit der Verwaltung reingesteckt, um den kurzfristig angesetzten Stichtag noch zu erreichen“, so Krüger.

Bis Ende September mussten die Projekte eingereicht sein. Ein weiterer Termin ist noch im Februar, dann gibt es erst mal lange nichts mehr. Die Politik kann sich deshalb vorstellen, dass noch mehr Wirtschaftswege eingereicht werden. „Bis Februar ist ja noch ein bisschen Zeit. Vielleicht gibt es da noch den ein oder anderen Antrag“, sagte der Ausschussvorsitzende Peter Rabe (WG).

Er hoffte auch, dass Bergens derzeitige Situation beim Abzug der britischen Streitkräfte bei der Prüfung der Anträge eine Rolle spielen wird. „Die demografische Entwicklung soll als Faktor mitentscheidend sein für die Förderung. Angesichts unserer Situation mit dem Abzug der britischen Truppen sollte das ins Gewicht fallen“, sagt Rabe.

Von Tore Harmening