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Bergen Stadt Bergen soll betreute Wohnanlage bekommen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bergen soll betreute Wohnanlage bekommen
16:07 21.06.2017
Bergen Stadt

„Ich will mir und meinen Mitmenschen einen Grund schaffen, keine Angst vor dem Alter zu haben“, sagt Mitgesellschafter Joachim Scheiba. Von ihm kam der Anstoß zu dem Projekt, das er mit den Mitgesellschaftern Sven Eppler und Axel Stahlmann verwirklichen möchte.

Eppler ist Geschäftsführer der Gesellschaft. „Aus unseren langjährigen Erfahrungen durch Gespräche mit Patienten und deren Angehörigen ist uns bereits seit längerer Zeit bewusst, dass hier Handlungsbedarf besteht“, sagt Eppler, der bereits Erfahrungen in dem Bereich durch seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Diakonischen Dienste Bergen gesammelt hat.

„Wir haben hier in Bergen kaum altersgerechte und barrierefreie Zwei-Zimmer-Wohnungen mit den entsprechenden Dienstleistungen“, sagt Eppler. Und Stahlmann ergänzt: „Eine solche Einrichtung gibt es noch nicht in Bergen und wir brauchen so etwas hier für unsere Menschen.“

Bergens Bürgermeister Rainer Prokop sieht die Lage ähnlich: „Die Nachfragen häufen sich in den letzten Jahren. Das ist ein sicherer Hinweis, dass entsprechende Angebote fehlen.“ Außerdem sei die angedachte Einrichtung eine sinnvolle Ergänzung zu dem benachbarten Alten- und Pflegeheim der Diakonie. „Insofern ist das zu begrüßen.“

Nach dem Kauf des Grundstücks stünden Gespräche mit potenziellen Investoren und die Erstellung eines Finanzierungsplans auf dem Programm der Gesellschafter. „Wir befinden uns mit unserem Projekt noch ganz am Anfang“, betont Eppler. Deshalb könne auch noch nicht gesagt werden, wann mit einer Eröffnung der Wohnanlage zu rechnen sei.

Wenn die Einrichtung fertiggestellt wird, hoffen die Beteiligten, damit die Lebensqualität für Senioren in Bergen zu verbessern. „Ich will, dass alle Bergener sagen: 'Das ist ein Projekt, das allen zugutekommt'“, sagt Scheiba. Nach seinen Vorstellungen soll sich das Angebot der Anlage an alle Älteren richten – nicht nur an Pflegebedürftige. So solle es später möglich sein, Wohnungen ohne Betreuung anzumieten. Je nach Bedarf ließen sich dann verschiedenen Serviceleistungen dazubuchen.