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Bergen Stadt Bergen will Wirtschaftswege sperren
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bergen will Wirtschaftswege sperren
19:13 09.08.2018
Bergen Stadt

Was im vergangenen Winter schon praktiziert wurde, soll es demnächst das ganze Jahr über geben. Die Verwaltung in Bergen möchte einen großen Teil der Wirtschaftswege im Stadtgebiet für den allgemeinen Verkehr sperren und nur noch landwirtschaftliche Fahrzeuge erlauben.

„Die Wirtschaftswege sind derzeit überwiegend mit Gewichtsbegrenzungen von fünf Tonnen ohne weitere Zusätze beschildert“, begründete Karlheinz Krüger vom Berger Bauamt den Vorstoß aus der Verwaltung. Das bedeute, Autos können die Straße legal benutzen und fahren wenn sie für Gegenverkehr ausweichen die Ränder kaputt. Landwirte, die Wege mit schweren Gespannen befahren, tun das rechtswidrig. Dieses sei bisher von der Stadt Bergen geduldet worden, der Landkreis, der den Verkehr überwacht, hat aber nach Darstellung von Krüger angekündigt, dass künftig nicht mehr zu tolerieren, so dass Landwirte dann mit Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen müssten. Dieses sei aus Sicht der Land- und Forstwirtschaft nicht hinnehmbar, da die Wege ursprünglich für diese Zwecke angelegt wurden.

Die Räumung im Winter sei zudem aufwendig, wenn die Wege nicht wie im vergangenen Winter ganz gesperrt werden.

Deshalb will die Verwaltung erreichen, dass die Wirtschaftswege für den allgemeinen Verkehr gesperrt und für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge frei gegeben werden. Ein Winterdienst wird ausgeschlossen. Dieser Hinweis ist nötig, weil Radfahrer die Wege weiter nutzen können.

Ausgenommen von dieser Regel werden sollen nach der Vorstellung der Verwaltung lediglich Wege, die für den Busverkehr notwendig sind und wenn der Weg eine Anliegerstraße ist. Fahrten zum Beispiel von Sülze Richtung Offen oder Bleckmar nach Hagen oder auch Roxhüllen nach Nindorf sollen dann für die Autofahrer nicht mehr zu Verfügung stehen. Viele Wege werden auf jeden Fall nicht übrig bleiben, denn für die meisten sieht die Verwaltung Alternativen, die aus ihrer Sicht zu keinen größeren Umwegen führen.

Ob das die Ortsräte so sehen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Der Hoch- und Tiefbauausschuss der Stadt gab die Frage nämlich zunächst an die Gremien in den Ortschaften weiter. Morgen, 19.30 Uhr wird sich der Ortsrat Offen als erstes in seiner Sitzung mit dem Thema beschäftigten. Es folgen Hagen und Wardböhmen am Mittwoch. Ob dort die Sperrungen kritiklos hingenommen werden, bleibt abzuwarten.

Von Tore Harmening